Gesellschaft und Soziales, Deutschland 2026
"Ich bin, was ich leiste" - dieses Selbstbild prägt unsere Zeit. Doch was bleibt, wenn eine Demenzerkrankung kognitive Fähigkeiten, Orientierung und den Bezug zur Realität verändert?
Rainer Liepold, evangelischer Pfarrer und Seelsorger im Lore-Malsch-Haus der Diakonie in Hohenbrunn, begleitet Menschen mit Demenz. Seit sein Vater selbst erkrankt ist, kennt er die Herausforderungen auch aus Angehörigenperspektive. Seine Antwort auf die Frage, was den Menschen ausmacht, wenn das Gedächtnis schwindet: "Ich bleibe ein fühlendes, lebendiges, geselliges Geschöpf Gottes." Dieser Haltung folgt auch die Begleitung im Lore-Malsch-Haus. Liepold betont: Es gibt keinen Grund, Demenz zu dämonisieren.
Die evangelische Theologin Regina Fritz von der Evangelischen Hochschule Nürnberg eröffnet mit biblischen Menschenbildern weitere Perspektiven - jenseits von Leistung und Unabhängigkeit. Die Sendung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sucht nach Antworten auf die existenzielle Frage nach dem Menschsein.
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