ZDF/Ben Knabe1 / 6
Ein Heilpraktiker darf Injektionen verabreichen. Laut einer Umfrage machen das auch 39 Prozent der Heilpraktiker. Sie dürfen nichts Verschreibungspflichtiges spritzen. Zum Vergleich: In der Regel darf eine Pflegekraft Spritzen trotz dreijähriger Ausbildung mit 4600 Stunden - im Gegensatz zu Null Stunden beim Heilpraktiker - nur auf ärztliche Anordnung setzen. Die Ärztin ist verantwortlich dafür, dass die Pflegekraft das auch kann. Schließlich kann man durch eine falsch gesetzte Spritze körperliche Schäden verursachen.
ZDF/Ben Knabe2 / 6
Heilpraktische Behandlungen sind gefragt, jedoch auch umstritten. Warum ist es so schwer, bei Heilpraktikern zwischen kompetenten Heilenden und dubiosen Quacksalbern zu unterscheiden? "MAITHINK X" untersucht, wie Nutzen und Risiken heilpraktischer Verfahren wissenschaftlich bewertet werden und welche Informationen für Patientinnen und Patienten vor einer Behandlung wichtig sind.
ZDF/Ben Knabe3 / 6
Heilpraktische Behandlungen sind gefragt, jedoch auch umstritten. Warum ist es so schwer, bei Heilpraktikern zwischen kompetenten Heilenden und dubiosen Quacksalbern zu unterscheiden? "MAITHINK X" untersucht, wie Nutzen und Risiken heilpraktischer Verfahren wissenschaftlich bewertet werden und welche Informationen für Patientinnen und Patienten vor einer Behandlung wichtig sind.
ZDF/Ben Knabe4 / 6
Die Heilpraktiker-Prüfung ist gar nicht wie eine Prüfung im Medizinstudium zu verstehen, wo man verschiedenste Kompetenzen beweisen muss. Stattdessen handelt es sich bei der Heilpraktiker-Prüfung genau genommen um eine Überprüfung. Und zwar wird überprüft, ob vom Heilpraktiker-Anwärter eine "Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung oder der Patientinnen und Patienten" ausgeht.
ZDF/Ben Knabe5 / 6
Das Heilpraktikergesetz ist ein Gesetz aus der Nazizeit, das eigentlich den Zweck hatte, die alternativen Heiler abzuschaffen: Es regelte, dass Heilkunde von Nicht-Ärzten nur noch mit einer Erlaubnis ausgeübt werden darf. Diejenigen, die bereits Heilkunde ausübten, bekamen die Erlaubnis, als "Heilpraktiker" arbeiten zu dürfen. Neuzulassungen sollte es aber nur noch "in besonders begründeten Ausnahmefällen" geben. Als Deutschland, genauer gesagt die Bundesrepublik Deutschland, nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Verfassung bekam, unser Grundgesetz, wurden die Gesetze der Nazizeit für Unrecht erklärt, wenn sie nicht mit dem Grundgesetz vereinbar waren. Und das Bundesverwaltungsgericht hielt einige Jahre später eine Stelle für nicht mit dem Grundgesetz vereinbar: Und zwar, dass neue Heilpraktiker nur noch in Ausnahmefällen zugelassen werden sollten. Das verstoße nämlich gegen die Berufsfreiheit. Deswegen wurde genau diese Regel abgeschafft, sodass grundsätzlich jeder eine Erlaubnis bekommen konnte. Die eigentliche Ausnahme wurde so zur Regel.
ZDF/Lennart Speer6 / 6
Bei "MAITHINK X - Die Show" nimmt Dr. Mai Thi Nguyen-Kim auch den Wissenschaftsbetrieb selbst kritisch unter die Lupe.