Dokumentation, Frankreich 2024
Gaza wird heute mit Bildern von Ruinen, Bombardements und Kämpfen assoziiert. Dabei hat der Gazastreifen eine lange und vielschichtige politische und kulturelle Geschichte, die aus Tausenden persönlicher Schicksale besteht und von der Entwicklung des gesamten Nahen Ostens und der israelischen Besatzung der letzten Jahrzehnte geprägt ist. Der nur 365 Quadratkilometer große Landstreifen zwischen Israel, Ägypten und dem Mittelmeer zählt 2,3 Millionen Menschen, von denen 1,7 Millionen Nachfahren von Flüchtlingen sind. Was führte dazu, dass Gaza im Laufe des vergangenen Jahrhunderts zu einer verwüsteten, todbringenden Zone wurde?
Folge 2: Das Oslo-Abkommen lässt das Schicksal des Gazastreifens und damit auch die palästinensische Frage offen. Doch die Geschichte hat gezeigt, dass ungelöste Konflikte weiterschwelen und immer wieder aufflammen. Die in Oslo aufgekeimte Hoffnung zerschlägt sich nach und nach. Seit 1995 ist die Geschichte der Region geprägt von einem ständigen Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung, von der Entstehung der Hamas ab 1987 bis hin zu politischen Spaltungen, verpassten Gelegenheiten und einer zunehmenden Enklavierung des Gazastreifens. Bis zu den beispiellosen Terroranschlägen des 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Vergeltungskrieg Israels.
"Es war einmal in Gaza" zeichnet die Geschichte des Gazastreifens vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute nach und lässt neben Einheimischen auch Menschen zu Wort kommen, die dort gelebt und gearbeitet haben.
| Regie | Tamara Erde | |
| Dienstag | 24.11. | 21:10 Uhr | arte |
Es war einmal in Gaza Der zerstörte Frieden |
S00E02 |