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Sa, 14.11.
1940 – 2015

arte

Tracks East
Kunst, Konzerte, Knast - Putins neue Härte

Magazin, Deutschland 2026

In Russland gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, nach dem die Repressionen vor den Wahlen nachlassen, um ein möglichst gutes Ergebnis für die Staatsparteien zu erzielen. Nach den Wahlen drohen dann wieder verschärfte Maßnahmen gegen unabhängige Medien sowie weitere Einschränkungen von Meinungs- und Kunstfreiheit. Aber schon vor den Wahlen lag die Zahl politisch motivierter Strafverfolgungen laut Memorial bei rund 500 neuen Fällen pro Quartal. Dabei werden zunehmend schwerwiegendere Vorwürfe wie Terrorismus und Sabotage genutzt. Wie es sich in Wladimir Putins Gefängnissen anfühlt, hat der US-Amerikaner Evan Gershkovich am eigenen Leib erlebt. Der Journalist des Wall Street Journals wurde 2023 in Russland wegen angeblicher Spionage festgenommen und in einem geheimen Prozess zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Erst nach 491 Tagen Haft, im August 2024, kam er bei einem Gefangenenaustausch frei. Bei "Tracks East" spricht er über seine Erfahrungen und über sein neues Buch "Dieses verfluchte wunderschöne Land". Darin erzählt er von seinem Alltag im Gefängnis, von den Verhören und wie er Russland vor seiner Verhaftung erlebt hat. Wer mit Musik oder Kunst Kritik an der Regierung übt, riskiert oft, verhaftet zu werden. Davon erzählt die Mitglieder der Petersburger Band Stoptime: Nachdem ihre regimekritischen Straßenauftritte bekannt wurden, nahmen die Behörden die Musiker mehrfach fest. Schließlich verließen Mitglieder der Band Russland.

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