Anzeige

Di, 10.11.
2100 – 2155

arte

Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche
Die Flucht von Walther Rauff

Folge 2

Dokumentation, Frankreich 2026

1949 bricht Walther Rauff nach Lateinamerika auf. In Ecuador angekommen trifft er den jungen chilenischen Offizier Augusto Pinochet, den er wenige Jahre später in Chile wiedersehen wird. Mit Hilfe der Akten von CIA und BND lässt sich sein weiterer Weg verfolgen. Im Kampf gegen den Kommunismus wird Rauff vom Bundesnachrichtendienst angeworben. Geschützt von alten Nazis in den westdeutschen Behörden kann er trotz eines Haftbefehls wegen NS-Kriegsverbrechen in die Bundesrepublik reisen. Als Walther Rauffs Name beim Adolf-Eichmann-Prozess fällt, wird seine entscheidende Rolle beim Einsatz der Gaswagen öffentlich. Aus Furcht vor einer Anklage wegen Komplizenschaft stellen die deutschen Behörden einen Auslieferungsantrag. Rauff wird in Chile festgenommen, doch das Verfahren zieht sich in die Länge, bis Rauffs Verbrechen nach chilenischem Recht verjährt sind. Er wird wieder freigelassen. Nach Pinochets Staatsstreich 1973 findet Rauff eine neue Anstellung. Als Vertrauter des Chefs von Pinochets Geheimpolizei, Manuel Contreras, den er in Ecuador kennenlernte, nimmt er aktiv an der Verfolgung der Gegner der Diktatur teil. Er hat Verbindungen zum Internierungslager Dawson und zur Sekte Colonia Dignidad, in der Altnazis Folter- und Pädophilie-Verbrechen begingen. Dieser Film blickt mit außergewöhnlichem Archivmaterial auf die dunkle Karriere des NS-Kriegsverbrechers, der 1984 in Chile stirbt. Seine letzten Unterstützer verabschieden sich bei seiner Beerdigung mit einem Hitlergruß.

Personen

Regie Jean-Christophe Klotz

Weitere Episoden

Dienstag 10.11. 21:00 Uhr
arte
Ein NS-Verbrecher auf Jobsuche
Die Flucht von Walther Rauff 
S00E01