Infomagazin, Deutschland 2015
Seit mehr als 15 Jahren ist der Ingenieur Henrik Pauly im Bauwesen aktiv, hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt, arbeitet heute jedoch nur noch mit Hanfkalk. Ihn begeistert, dass das Baumaterial so puristisch ist: Hanfschäben, Kalk und Wasser - mehr braucht es nicht, um massive Häuser zu bauen. Das überzeugt auch Hans und Claire Richter aus Kernen im Remstal. Sie sanieren ihr Fachwerkhaus mit Hanfkalk, bauen ganze Wände direkt vor Ort. Denn der Hanfkalk dämmt besser als konventionelle Baustoffe. Auch der Eigentümer des "Fischkastenhofs" in Seelbach im Schwarzwald setzt auf Hanfkalk. Henrik Pauly mauert hier mit Hanfsteinen und setzt auch die Sprühtechnik ein. Hanf ist für Pauly ein universeller Schlüsselwerkstoff, der CO2 bindet, anstatt es freizusetzen. Ein nachwachsender Rohstoff, der überall gedeiht, kaum Pestizide und Dünger benötigt und schnell wächst. Der Clou: Am Ende seines Lebenszyklus kann ein Hanfhaus sogar komplett kompostiert werden.

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