Anzeige

So, 11.10.
1800 – 1845

NDR

Ostseereport - Norwegens Leuchttürme

Regionalmagazin, Deutschland 1987

Norwegen unterhält entlang der langen Küste ein sehr dichtes System aus Leuchttürmen und anderen Navigationszeichen. Tausende Kilometer Küste, Schären, Fjorde und vorgelagerte Inseln. Die Seefahrt war dort auf rauer See immer ein Abenteuer. Mehr als 150 Leuchttürme sind an der Küste verteilt: einst unverzichtbare Wegweiser für die Seefahrt, jetzt vielfach automatisiert, verlassen und unbemannt. Aber auch seit Jahrzehnten touristische Magneten und Sehnsuchtssorte, die Salzwasser, Sturm und Regen trotzen: stille Wächter in Sturm, Gischt und Dunkelheit. Aufgrund der geopolitischen Lage und seit dem Angriff Russlands gegen die Ukraine scheinen Leuchttürme wieder wichtiger zu werden. Jahrzehntelang waren Leuchttürme vernachlässigt, unbemannt, dem Verfall preisgegeben. Doch jetzt beginnt für einige ein zweites Leben. Ehrenamtliche, Handwerker und Historiker kämpfen um ihre Rettung, wollen ihnen alte Funktionen wiedergeben oder neue Aufgaben zuweisen: als Gästehaus, Kulturort, Wetterstation oder Zufluchtsort für Reisende. Dafür gibt der norwegische Staat jetzt wieder Geld aus. Paal Bjorndal saniert seit 15 Jahren Leuchttürme in Norwegen. Gerade ist er mit einem Team im Auftrag des sogenannten Kystverket unterwegs, der norwegischen Küsten- und Schifffahrtsverwaltung. Der Trupp arbeitet auf der Insel Grip bei Kristiansund. Sie verputzen auf dieser einsamen kleinen Insel im Europäischen Nordmeer gerade die Außenfassade eines Turms aus dem Jahre 1888 und strahlen sie ab, 44 Meter ist er hoch.Mitte Oktober wollen sie fertig sein. Der "Ostseereport" berichtet von den diversen Leuchtturmbesuchen mit Boot und Helikopter über Erinnerung, Leidenschaft und den Umgang mit einem kulturellen Erbe in oft rauer See.

Personen

Von Martina Gawaz

Weitere Episoden

Samstag 12.09. 17:15 Uhr
NDR
Ostsee-Report
Der finnische Schärengarten 
In der Mediathek?
Sonntag 11.10. 18:00 Uhr
NDR
Ostsee-Report
Norwegens Leuchttürme