Dokumentation, Deutschland 2023
Die Hinterbliebenen der Anschlagsopfer, aber auch die Angehörigen der Inhaftierten werden mit Verlust, Angst und Ausgrenzung konfrontiert. June McMullin gehört zu denjenigen, deren Leben zerstört werden. Ihr Ehemann galt der IRA als legitimes Anschlagsziel, weil er ein Polizist war. Ausgerechnet nach einem Besuch auf der Entbindungsstation bei ihr und dem neugeborenen Sohn wird er auf dem Parkplatz der Klinik erschossen.
Lebenswege zerbrechen auf beiden Seiten der gespaltenen irischen Gesellschaft. Immer mehr regierungskritische Katholiken und IRA-Kämpfer werden in Hochsicherheitsanstalten, den sogenannten H-Blocks, inhaftiert. Anfangs genießen diese Häftlinge als politische Gefangene einen Sonderstatus im britischen Gefängnissystem. Doch als ihnen dieser entzogen wird, beginnen sie mit langjährigen Protestaktionen. 1981 münden sie in einem Hungerstreik, der neue Märtyrer schafft. Unter den Toten ist auch der Vater von Bernadette O'Donnel, die an ihrem elften Geburtstag hinter dem Sarg ihres Vaters hergehen muss - Beerdigungszug und politische Demonstration zugleich.
Von der Wut der Frauen berichtet Bernadette O'Rawe. Als Frau eines inhaftierten IRA-Kämpfers fühlt sie sich allein gelassen in ihrer hilflosen Wut auf beide Konfliktparteien.
| Regie | James Bluemel | |

Am Morgen nach nächtlichen Unruhen in Belfast während des Nordirlandkonflikts, 1976
| Sonntag | 11.10. | 00:40 Uhr | arte |
Es war einmal in Nordirland Vom Protest zum Kampf |
Folge 1 | |
| Sonntag | 11.10. | 01:45 Uhr | arte |
Es war einmal in Nordirland Immer mehr Tote |
Folge 2 | |
| Sonntag | 11.10. | 02:40 Uhr | arte |
Es war einmal in Nordirland Frieden ist möglich |
Folge 3 |