Diskussion
80 Jahre nach der Urteilsverkündung der Nürnberger Prozesse verbindet ScreenTime Geschichte und Gegenwart. Damals musste sich die NS-Führung erstmals vor einem internationalen Gericht für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten - heute berichten Journalistinnen und Journalisten aus Kriegsgebieten und dokumentieren Menschenrechtsverletzungen. Welche Rolle spielen Medien, wenn Verbrechen sichtbar gemacht und Beweise gesichert werden? Welche Herausforderungen stellen Desinformation, Geschichtsleugnung und KI-generierte Fakes dar?
Ausgangspunkt der interaktiven Live-Sendung ist die ARD-Doku "Nürnberg 45". Drehbuchautor Dirk Eisfeld gibt Einblicke in die Frage, wie NS-Geschichte heute medial erzählt werden kann: Welche Bilder gibt es? Welche Perspektiven fehlen? Und wie lässt sich Geschichte so darstellen, dass sie für ein junges Publikum verständlich, relevant und diskutierbar wird?
Von den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen führt die Sendung in die Gegenwart. Sie fragt nach den Bedingungen der Berichterstattung aus aktuellen Kriegs- und Krisengebieten, nach der Dokumentation möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Medien und danach, was aus der Idee einer internationalen Strafverfolgung von Menschenrechtsverbrechen geworden ist.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung ist der Umgang mit Desinformation und Geschichtsleugnung. Auch 80 Jahre nach den Nürnberger Prozessen werden NS-Verbrechen verharmlost, verzerrt oder geleugnet. Durch KI-generierte Inhalte entstehen neue Herausforderungen: Wie erkennt man gefälschte historische Darstellungen? Welche Verantwortung tragen Medien, Plattformen und Nutzer?
Leonie Maderstein und Florian Schwegler kommen mit Gästen und Jugendlichen im Studio ins Gespräch. Gemeinsam sprechen sie über:
· wie Medien Geschichte erzählen und einordnen
· warum die Nürnberger Prozesse bis heute für Menschenrechte wichtig sind
· wie Journalistinnen und Journalisten Kriegsverbrechen dokumentieren
· welche Rolle internationale Gerichte bei der Aufarbeitung spielen
· wie Desinformation, Geschichtsleugnung und KI-Fakes erkannt werden können
Die Sendung lebt von euren Fragen: Im Studio und über den Chat könnt ihr euch direkt beteiligen, Fragen stellen, Meinungen teilen und diskutieren, wie wir heute über Geschichte, Krieg, Medien und Menschenrechte sprechen sollten. Ausschnitte aus "Nürnberg 45", historische Medienbeispiele und aktuelle Beiträge machen das Thema greifbar und diskutierbar.
| Moderator | Leonie Maderstein, Florian Schwegler | |
| Andere Personen | Kontakt: Elke Dillmann | |
| Donnerstag | 01.10. | 11:00 Uhr | ARD alpha |
ScreenTime - Medien verstehen, hinterfragen, mitreden Medien und Menschenrechte - 80 Jahre nach den Nürnberger Prozessen |