Dokumentation, Frankreich 2013
Der "Bestie" genannte Salvatore "Totò" Riina (1930-2017) galt fast 20 Jahre lang als einer der brutalsten und gefürchtetsten Paten der sizilianischen Mafia. Der zweiteilige Dokumentarfilm von Mosco Levi Boucault befasst sich mit der Verbrecherkarriere des Mafia-Bosses. Er hat im Laufe seines Lebens selbst rund 40 Menschen ermordet und bis zu 4.000 umbringen lassen. Der aus dem 60 Kilometer südlich von Palermo gelegenen Städtchen Corleone stammende Bauernsohn stieg zum "Boss der Bosse" auf. Es ist ein nahezu Shakespeare-hafter Stoff, geprägt von unzähligen Morden und dem ewigen Konflikt zwischen dem Streben nach Macht und der Kraft des Gesetzes.
Der erste Teil schildert anhand erschütternder, noch nie gezeigter Aussagen reumütiger Mafia-Killer den unaufhaltsamen Aufstieg eines Mannes, der durch einen brutalen Krieg ins "Triumvirat" der Cosa Nostra eindrang. Riina schuf ein Klima des Schreckens und beseitigte skrupellos seine Gegner in den eigenen Reihen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Mafia wurden auch Vertreter von Institutionen ermordet, die sich der Organisation entgegenstellten: Journalisten, Richter, Politiker und Polizisten. Die Eskalation der Gewalt erreichte 1982 mit der Ermordung des Carabinieri-Generals Carlo Alberto Dalla Chiesa ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit herrschte Riina nahezu unangefochten über ganz Sizilien.
| Regie | Mosco Levi Boucault | |

Salvatore "Totò" Riina im Alter von 20 Jahren: Von den italienischen Medien wurde Riina wegen seiner Skrupellosigkeit und Brutalität als "Bestie" bezeichnet.
| Sonntag | 13.09. | 23:05 Uhr | arte |
Corleone. Pate der Paten Macht durch Blut |
S10E01 |