Reportagereihe, Deutschland 2026
Eine aktive Rolle in der Entwicklung Montenegros spielen sowohl deutsche Montenegro-Auswanderer als auch Rückkehrer. Kein Wunder: Montenegro lockt nicht nur mit Naturschönheiten, es ist auch ein Steuerparadies mit Einkommenssteuersätzen zwischen neun und 15 Prozent! Der deutsche Michael Bader kam erstmals 2005 nach Montenegro - für einen Kurzurlaub. Es gefiel ihm so gut, dass er sich eine Ferienwohnung kaufte. Seit 2007 lebt er ganz in Montenegro und hat sich dort ein Business aufgebaut - mit Ferienwohnungen und der Begleitung von Auswanderern zu Behörden und Notaren. Einige Deutsche haben Grundstücke illegal erworben, ohne es zu wissen. Nun hoffen sie auf nachträgliche Legalisierung und suchen seinen Rat.
Größere Probleme bereiten in Montenegro diverse Großinvestoren - vor allem aus den Emiraten und der Türkei. Sie sicherten sich nach der Unabhängigkeit im Jahr 2006 sogleich die schönsten Hot-Spots, meist große Hotelanlagen. Bei den Einheimischen stieß dies nicht nur auf Gegenliebe.
Ganz anders: das "wooden village". Marko Mugo?as kleines Familienunternehmen verfügt nur über sieben Blockhütten. Es liegt in nächster Nähe zum Skutarisee, einem landschaftlichen Highlight im Hinterland. Seine Frau und sein Bruder unterstützen ihn bei der Arbeit auf dem Areal, seine Mutter kocht für die Gäste im Restaurant. Da die Saison aber nur circa vier Monate dauert, muss sich Marko den Rest des Jahres mit anderen Jobs über Wasser halten.
Der Tourismus ist Fluch und Segen zugleich. Die Architektin Zenepa Lipka ist 2008 nach über fünfundzwanzig Jahren in Deutschland auf den Balkan zurückgekehrt, weil sie hoffte, hier ihre Kompetenz für nachhaltiges Bauen besser einbringen zu können. So setzt sie sich unter anderem für den Erhalt des Vogelschutzgebietes auf der Saline von Ulcinj ein. "Die atemberaubende Natur ist ein Grund, warum ich zurückgekehrt bin - und ich habe gehofft, von innen heraus etwas ändern zu können". Doch mittlerweile ist sie ernüchtert: "Montenegro ist ein ökologischer Staat, so steht es zwar in der Verfassung, aber das gilt" - so ihre Einschätzung - "nur auf dem Papier!".
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Re: Spaniens Edelkäse in Gefahr |
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Re: Rumäniens umstrittene Pferdemärkte |
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Re: Wie Europas Armeen um Nachwuchs kämpfen |
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Re: Mit Raketen gegen Hagelstürme |
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Re: Bootsraser im Visier |
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Re: Montenegro - Wild, günstig, korrupt? |
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