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Sa, 18.07.
2105 – 2155

arte

Söhne der Sonne
Die Inka

Folge 2

Doku-Reihe, Deutschland 2020

Sie sind ein kleines Andenvolk. Und doch gelingt es ihnen, in wenigen Jahrzehnten das größte Imperium der damaligen Welt zu werden. Die Inka herrschten über mehr als 200 Völker mit etwa zehn Millionen Menschen, bis die Ankunft spanischer Konquistadoren alles veränderte. Von einem sagenhaften Goldland ist damals im fernen Europa die Rede. Das weckt fatale Gier, auch bei Francisco Pizarro. Gold - das sind die "Tränen der Sonne". So sehen es die Inka. Das glänzende Edelmetall hatte für sie ausschließlich spirituellen Wert, keinen materiellen. Der Tempel der Sonne zu Cuzco war damit ausgekleidet. Eine Aura des Rätselhaften umgibt dieses Volk bis heute. Sie kannten weder Eisen, Rad noch Geld, verfügten über keine Schrift. Schriftliche Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte entstehen erst mit den spanischen Eroberern. Ihren Göttern opfern die Inka auch Menschen - bevorzugt Kinder. In 7.000 Meter Höhe finden Forscher 1999 auf dem Gipfel des heiligen Berges Llullaillaco Opferstätten und die Mumien dreier Kinder, die im Capacocha-Ritual geopfert wurden. Für die Inka waren es Auserwählte, die selbst zu Göttern wurden. Mit modernen Untersuchungsmethoden lassen sich heute die letzten Monate dieser Kinder rekonstruieren. Vor allem in der Endphase des Inkareichs war es zu vielen Opfern gekommen. Bislang unbekannte Seuchen wie Pocken, Masern und Grippe töteten selbst den als gottgleich verehrten Herrscher und entvölkerten ganze Landstriche. Hinzu kamen Thronstreitigkeiten. Der Niedergang des Inkareichs hatte viele Ursachen.

Personen

Regie Gabriele Wengler

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