Doku-Reihe, Deutschland 2022
"Bis dass der Tod uns scheidet" - Für viele Paare ist das kein selbstverständliches Ideal mehr. Beziehungen verändern sich, Erwartungen auch. Monogamie steht zunehmend infrage, alternative Lebensformen gewinnen an Bedeutung. Die zweite Folge von "Wie wollen wir lieben?" untersucht, ob wir nicht fähig oder doch eher nicht willig zur ausschließlichen Bindung an eine Person sind, welche neuen, kreativen Liebensmodelle Menschen dafür geschaffen haben und dass es sie doch immer noch gibt: zwei Menschen, die für immer zusammenbleiben wollen.
So wie Hanna und Tristan. Sie haben sich entschieden zu heiraten. Ihre Hochzeit ist ein großes Fest mit Familien und Freunden. Ein klassischer Start in ein gemeinsames Leben. Sie habe sich das immer irgendwie gewünscht, sagt Hanna.
Die Paartherapeuten Nadja und Clemens von Saldern geben Einblicke in ihre Praxis. Sie begleiten seit Jahrzehnten Menschen, die an diesem großen Versprechen der monogamen Liebe verzweifeln, sich abarbeiten, besser werden wollen.
Für die Soziologin Eva Illouz ist die Ehe ein Konstrukt, das eng mit sozialer Abhängigkeit, vor allem der Frauen, verknüpft war und so mit fortschreitender Emanzipation mehr und mehr die Daseinsberechtigung verliert.
Saskia und Lui leben in einer polyamoren Konstellation. Können sie die Herausforderungen der Paarbeziehung besser meistern?
| Regie | Frank Diederichs, Annebeth Jacobsen | |

Lui (li.) und Saskia Michaelski (re.) am Elbstrand in Hamburg: Sie sind verheiratet und leben in einer polyamoren Beziehung.
| Donnerstag | 04.06. | 02:45 Uhr | arte |
Wie wollen wir lieben? Das Kind der Freiheit |
S00E01 |