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Mi, 27.05.
1835 – 1920

arte

Georgiens Nationalparks
Die wilden Wasser von Kolcheti

Natur und Umwelt, Deutschland 2022

Frühmorgens, wenn der Nebel aufsteigt, beginnt der Arbeitstag für Zura Javachischwili. Mit dem Boot fährt der Ornithologe über den Paliastomi-See, mitten hinein in den "Amazonas Georgiens": Der Kolcheti-Nationalpark im Westen Georgiens ist ein perfektes Revier für Vogelbeobachtungen. Rund 100 Arten leben in den Feuchtgebieten, einige verbringen den Winter hier. Über 30.000 Hektar unberührte Natur machen das Gebiet an der Schwarzmeerküste so besonders. Wasserstraßen führen durch uralte Regenwälder, die die Eiszeit überlebt haben. Die Ökosysteme sind bis zu 20 Millionen Jahre alt. Der Mensch wurde jedoch zur Bedrohung. Früher gab es viel Abholzung in der Region. Dank der jungen Generation wächst jedoch ein neues Bewusstsein, wie beispielsweise die Umweltschützerinnen Alexandra und Eleni zeigen: Sie pflanzen Eichensetzlinge im Wald. Ein Großteil des Kolcheti-Nationalparks besteht aus Torfmooren und Sümpfen. An einigen Stellen sind die Torfschichten mehr als zwölf Meter dick. Biologin Izolda Matchutadze erforscht sie mit einem speziellen Bohrer. Mitten in den Wäldern wohnt ein Unikat: Oleg Melua. Während seiner Kindheit war die Region noch besiedelt, jetzt ist er der letzte Bewohner des Nationalparks. In Sowjetzeiten betrieben viele Familien hier Landwirtschaft. Nun muss der 64-Jährige seinen Unterhalt mit ein paar Kühen finanzieren. Ein wichtiger Teil der georgischen Kultur sind Chöre und traditionelle Volkslieder. Auch für Givi Abesadze spielte Gesang schon immer eine große Rolle. Beim Proben mit Freunden für ein Kirchenkonzert zeigt sich, dass auch Trinksprüche Teil der Identität sind.

Personen

Regie Babette Hnup

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