Reportage
Wer schafft es in Deutschland tatsächlich von unten nach oben? Und was braucht es dafür? Harte Arbeit oder schlicht das richtige Maß an Glück?
NDR Reporter Manuel Biallas kennt den deutschen Aufstiegstraum von beiden Seiten und begibt sich für diese "NDR Story" auf eine ungewöhnliche Spurensuche: Er wagt den Blick vom Gipfel und trifft Menschen, die den sozialen Aufstieg geschafft haben - und trotzdem nachdenklich bleiben.
Eine Bundesministerin aus Duisburg, ein Unternehmer, der früher Teller gewaschen hat, ein Fliesenleger, der zum Minister wurde und in einigen Aufsichtsräten saß. Was kann man von den Menschen in diesem Land lernen, die sich mühsam von unten nach oben kämpfen mussten?
Die Reihe der Interviewpartner*innen ist überraschend, weil sie nicht oft über ihre Herkunft öffentlich gesprochen haben. Bärbel Bas , Bundesministerin für Arbeit und Soziales, spricht von Armutserfahrungen aus der Kindheit. CDU-Politiker Philipp Amthor erinnert sich noch gut an zu teure Klassenfahrten in der Jugend. Walter Riester , von 1998 bis 2002 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, hat es einst vom Fliesenleger bis an die Spitze Deutschlands geschafft. Außerdem trifft Reporter Biallas Unternehmer und Menschen, die sich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Denn um diese ist es nicht gut bestellt in einer der reichsten Industrienationen der Welt.
Während einzelne Aufstiegsgeschichten Hoffnung geben, zeigen Studien ein anderes Bild: Die soziale Mobilität in Deutschland nimmt seit Jahren ab. Für viele Menschen entscheidet die Herkunft stärker über Bildungs- und Lebenschancen als früher.
Ist der Traum vom sozialen Aufstieg also nur noch ein Mythos? Oder gibt es ihn noch - den Weg nach oben? Die Dokumentation zeigt persönliche Erfolgsgeschichten in einer unbequemen Realität.
| Von | Manuel Biallas | |
| Redaktion | Christian von Brockhausen | |

Bärbel Bas kennt Armut noch aus ihrer Jugend - sie erinnert sich an ihre Erfahrungen beim Sozialamt.