Natur und Umwelt, Frankreich 2021
Wenn der Sommer endet, verlassen die Zugvögel den Norden, um in mildere Gefilde zu ziehen. Auf ihrer Tausende Kilometer langen Reise überqueren Millionen von Wat-, Stelzen- und Sperlingsvögeln Europa von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Der Zug der Vögel ist ein einzigartiger Naturvorgang, der die Jahreszeiten bestimmt, die Menschen bewegt und ihre Blicke gen Himmel richten lässt. Lange Zeit galt er als ewiges Naturgesetz, doch heute ist er durch menschliche Eingriffe in die Umwelt gefährdet. Ungezügeltes Städtewachstum, intensive Landwirtschaft, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Unwetter sowie der Schwund von Feuchtbiotopen und Insekten führen zu Massensterben unter den Zugvögeln.
Glücklicherweise sorgen Tausende von Freiwilligen auf der Flugroute für Unterschlupf- und Schutzmöglichkeiten. In den Niederlanden erforscht ein Biologe die Persönlichkeiten der Vögel. In der Bucht von Arcachon erwartet sie ein maßgeschneiderter Zwischenstopp. Im Baskenland werden gestrandete und verwundete Tiere aufgepäppelt. In Portugal sorgt man sich um Störche, die nicht mehr ziehen, und in Spanien werden während des Vogelzugs sogar Windräder angehalten. Ornithologen, Biologen, Tierärzte, Natur- und Vogelbegeisterte bilden ein internationales Netzwerk, das dafür sorgt, dass dieses einzigartige wilde Naturschauspiel fortbesteht - damit Schnepfenvögel, Schwalben und Kraniche auch in Zukunft jedes Jahr wiederkehren.
| Regie | Thierry Ragobert | |

Ein mythischer Pass in den Pyrenäen direkt an der spanischen Grenze ? jedes Jahr finden sich Vogelliebhaber hier ein, um den Zug der Vögel zu beobachten.
| Mittwoch | 06.05. | 18:35 Uhr | arte |
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| Donnerstag | 07.05. | 17:50 Uhr | arte |
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| Donnerstag | 07.05. | 18:35 Uhr | arte |
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