Geschichte, Frankreich 2017
Ende der 1940er Jahre lebten mehr als zwei Millionen Menschen zusammengepfercht auf engstem Raum unter extremen Bedingungen. Das wirkte sich auch auf die Produktivität der Lagerindustrie aus. Als nach Stalins Tod am 5. März 1953 politisches Tauwetter einsetzte, wurden eine Million Gefangene freigelassen. 1956 machte Nikita Chruschtschow die stalinistischen Verbrechen publik. Das Land war tief erschüttert und der Gulag wurde schrittweise aufgelöst.
1973 sorgte Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag" für internationales Aufsehen: Die Mauer des Schweigens wurde endlich überwunden. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zu Beginn der 1990er Jahre wollten die russischen Machthaber die Vergangenheit hinter sich lassen. Die Spuren des Gulags wurden nach und nach aus der Landschaft und dem russischen Gedächtnis getilgt.
| Regie | Patrick Rotman | |

?Künstler repariert die Nummer des Gefangenen?, Pastell von Mikhail Rudakov, 1952
| Dienstag | 21.04. | 21:05 Uhr | arte |
GULag - Die sowjetische "Hauptverwaltung der Lager" Wucherungen 1934 - 1945 |
S00E02 | |
| Dienstag | 21.04. | 22:05 Uhr | arte |
GULag - Die sowjetische "Hauptverwaltung der Lager" Zenit und Todeskampf 1945 - 1957 |
S00E03 |