Dokumentation, Deutschland 2020
In 15 Millionen Jahren ist der Tanganjikasee niemals ausgetrocknet. So hat sich in diesem fast 1.500 Meter tiefen Süßwasser ein einzigartiges Ökosystem entwickelt. Geheimnisvolle Buntbarsche locken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an den See.
Historische Spuren aus der Kolonialzeit sind am Tanganjikasee keine Seltenheit. An seinem größten Hafen steht eines der letzten deutschen Kriegsschiffe: die "Liemba". Das riesige Dampfschiff nahm an Seegefechten gegen Belgier und Briten teil - und wurde später zum wichtigsten Passagierschiff des Sees. Doch die Motoren der "Liemba" haben ihr Leben ausgehaucht.
Die Bewohnerinnen und Bewohner rund um den See zimmern daher Hunderte großer Holzboote zusammen, um die wichtigen Transportfahrten der "Liemba" zu ersetzen. Burundi, Tansania, Sambia, der Kongo und Hunderte Seedörfer werden über den Tanganjikasee mit Waren versorgt.
Die Reise führt auch zu den letzten Elefanten des Tanganjikasees und den Stränden des Gombe-Stream-Nationalparks. Hier steht die Forschungsstation der legendären, inzwischen verstorbenen, Primatologin Jane Goodall. Während sie die Welt für Vorträge bereiste, hielt ihr langjähriger Kollege Anthony Collins in ihrem Haus die Stellung. Doch den Briten interessierten nicht die Schimpansen, sondern die Anubispaviane. Am tropischen Seeufer des Tanganjikasees führen diese ein paradiesisches Dasein.
| Regie | Katalin Hanappi | |

670 Kilometer misst der Tanganjika in der Länge, etwa 70 Kilometer in der Breite und verbindet vier Länder: Burundi, Tansania, Sambia und die Demokratische Republik Kongo.
| Mittwoch | 15.04. | 17:50 Uhr | arte |
Tanganjika - Das Meer im Herzen Afrikas Wild und geheimnisvoll |
Folge 1 | |
| Mittwoch | 15.04. | 18:35 Uhr | arte |
Tanganjika - Das Meer im Herzen Afrikas Wie ein Naturparadies überlebt |
Folge 2 |