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So, 22.03.
0903 – 0930

ZDF

37°Leben
Leben nach der Gewalt

Gesellschaft und Soziales, Deutschland 2026

Immer wieder werden Menschen Opfer unerwarteter, grundloser Gewalt. Ein Schutz ist nicht möglich. Wie lebt man damit weiter? Markus (32) wird nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe berauschter Jugendlicher halb totgeschlagen. Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest von einer halb vollen Bierflasche schwer verletzt, die ein Mann in ihre Gruppe wirft. Das Glas der auf sie geworfenen Bierflasche durchtrennt Annabelles Sehne, acht Wochen kann sie nicht laufen. Trotz OP, Reha und Physiotherapie hat sie bis heute chronische Schmerzen. Weil die selbstständige Friseurmeisterin das dauernde Stehen nicht mehr aushält, löst sie ihren Laden auf. Inzwischen arbeitet sie an der Oper Frankfurt nebenbei als Schauspielerin - in Rollen, die sie physisch bewältigen kann. Sie sagt: "Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert." Die Jugendlichen schlugen Markus zu Bode, traten auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer sind gebrochen, zehn Tage lang kann er nichts sehen, fast wäre er dauerhaft erblindet. Markus ist klar geworden, dass er an der Wuppertaler Tankstelle genauso gut hätte sterben können. Er hat beschlossen, sein Leben neu aufzustellen. Inzwischen hat er sich mit einem Tattoostudio selbstständig gemacht. Und geheiratet.

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