Malerei, Frankreich 2025
Diese Folge richtet den Blick auf Édouard Manets Gemälde "Bar in den Folies Bergère". Zwei im Spiegel reflektierte Lampen erhellen die Nachtclub-Szene und bilden den Ausgangspunkt der Untersuchung. Die weißen Leuchtkugeln verweisen auf einen tiefgreifenden technologischen Umbruch: den weltweiten Einzug der Elektrizität. Von den Experimenten Thomas Edisons über die Pariser Vergnügungswelt der Belle Époque bis hin zu den Werkstätten japanischer Ukiyo-e-Holzschnitte erzählt die Dokumentation die unerwartete Geschichte künstlerischer, wirtschaftlicher und politischer Begegnungen zwischen Japan und dem Westen Ende des 19. Jahrhunderts.
Mit dem Aufkommen der Elektrizität und dem künstlichen Licht verändert sich die menschliche Lebensweise grundlegend. "Die Lampen von Manet" zeigt, wie einfache Bambusfasern aus einem Shinto-Schrein nahe Kyoto das Nachtleben der westlichen Metropolen revolutionierten. Zahlreiche Sachverständige begleiten diese Spurensuche: der Direktor sowie ein Lichtgestalter der Folies Bergère, mehrere shintoistische Mönche, eine japanische Verlegerin eines Holzschnitt-Ateliers und ein ehemaliger Bergarbeiter aus Nordfrankreich.
| Regie | Nicolas Autheman | |

Die weißen Leuchtkugeln in Édouard Manets Gemälde "Bar in den Folies Bergère" (1882) verweisen auf einen tiefgreifenden technologischen Umbruch: den weltweiten Einzug der Elektrizität.
Die Reihe "Die ganze Welt in einem Bild" geht der Geschichte kleiner Gegenstände auf den Grund, die auf den Bildern großer Maler und Malerinnen zu sehen sind. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich vermeintliche Details als überraschende Symbole für bestimmte kulturelle und geografische Räume. Sie offenbaren, wie die Menschen bereits vor Jahrhunderten weltweit miteinander in Verbindung standen und wie Ereignisse über die Kontinente hinweg Wellen schlugen.
| Sonntag | 01.03. | 16:20 Uhr | arte |
Die ganze Welt in einem Bild Manets Lampen |