Infomagazin, Deutschland 2025
Für die alten Ägypter war Gold das "Fleisch der Götter", mit dem nur Pharaonen und Priester ihren guten himmlischen Draht unterstreichen durften: Das Edelmetall schien den Glanz der Sterne einzufangen und verkörperte auch deshalb Ideen der Ewigkeit. Mit diesen Assoziationen hat unsere besondere kulturelle Beziehung zu Gold begonnen. Menschen haben über Jahrtausende gelernt, Gold wertvoll und besonders zu finden. Eine große Rolle dabei spielt natürlich, dass alles bislang geförderte Gold der Welt nur drei olympische Schwimmbäder füllen würde.
Aber hinter dem besonderen Status von Gold steckt noch mehr als seine Seltenheit. Warum uns sein Anblick buchstäblich beglückt, das erklärt der Wahrnehmungspsychologe Roland Fleming mit Reaktionen unseres Gehirns auf den besonderen Glanz und die Farbe des Metalls. Und wie letztere entstehen - dafür muss die Astrophysikerin Anna Frebel Einsteins Relativitätstheorie bemühen. Die auf diese Weise erklärbaren Besonderheiten des Gold-Atoms beeinflussen auch seine Materialeigenschaften, die es unseren Vorfahren leicht machten, Kultgegenstände daraus herzustellen. Und irgendwann auch: Geld. Die ersten Gold-Münzen markierten den Beginn des Kapitalismus, sagt Arnaud Manas, Historiker von der Französischen Nationalbank.
Die Suche nach der speziellen Wirkung von Gold wird zum Streifzug durch die Geschichte, durch die Mechanismen unseres Gehirns, die Welt der Atomphysik - und führt letztlich hinaus ins All ...
| Regie | Gunnar Mergner | |

Das von Menschen geförderte Gold würde zusammengeschmolzen nur einen Würfel mit einer Kantenlänge von 22,3 Metern ergeben. Trotzdem hat es den Lauf der Welt verändert.