Infomagazin, A 2024
Am 14. Februar heißt es wieder "Love is in the Air". Glaubt man Umfragen, dann ist der Valentinstag für mehr als die Hälfte der Österreicher wichtig. Was bedeutet der Tag der Liebe für sie?
Ist der Valentinstag eine lieb gewonnene Tradition oder ein Tag, der zur Geschäftemacherei verkommen ist? Die "WeltWeit"-Reporter haben sich die unterschiedlichen Phasen der Liebe in New York, in Bulgarien und in London genauer angeschaut.
In den USA, in New York City, geht Korrespondent Benedict Feichtner der Frage nach, warum vor allem junge Frauen aus der Generation Z den Dating-Apps den Rücken kehren. Tinder, Bumble und Hinge haben ausgedient. "Es fühlt sich an, als ob man in einem riesigen Supermarkt nach dem perfekten Produkt sucht - aber keiner ist wirklich interessiert am Kaufen", sagt die 25-jährige Gabriel Generally im Interview. In ihrem Comedy-Programm geht es oft um modernes Dating, denn Beziehungen werden heute oft nur als Option gesehen - eine Option, die viele bewusst ablehnen.
In Bulgarien ist Korrespondent Ernst Gelegs Gast auf einer traditionellen Pomak-Hochzeit. Pomaken sind Bulgaren muslimischen Glaubens. Ursprünglich waren sie Christen, sind aber während der Herrschaft des Osmanischen Reichs zum Islam konvertiert. Die Pomaken zeigen, dass man Hochzeiten auch ohne einen Tropfen Alkohol ausgelassen feiern kann. Tradition wird bei ihnen großgeschrieben: Der klassische Hochzeitsmonat ist nicht der Mai, sondern der Februar. Gefeiert wird in bunten Kleidern, mit vielen Blumen, reichhaltigem Essen, viel Musik und Tanz auf dem Hauptplatz des Dorfs.
London wird "Scheidungshauptstadt der Welt" genannt - vor allem, weil englische Gerichte relativ schnell ein Urteil fällen und Ehefrauen großzügigere Entschädigungen zusprechen als anderswo. Korrespondentin Sophie Roupetz trifft die britische Top-Anwältin Sandra Davis, in der Boulevardpresse gern als "Bienenkönigin der Londoner Scheidungsszene" bezeichnet, weil sie die Scheidung von Prinzessin Diana und dem heutigen König Charles mitbetreut hat. Außerdem spricht Sophie Roupetz mit Gilly Da Silva, die ihren eigenen Trennungsschmerz nach der Scheidung in ein erfolgreiches Geschäftskonzept verwandelt hat: Sie arbeitet als "Divorce-Doula" und nimmt ihre Klientinnen auf eine transformative Reise mit. Bisher war der Job einer "Doula" nur als nicht-medizinische Helferin rund um die Geburt bekannt.

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