Kunst und Kultur, Deutschland 2025
Erschöpft von ihrem exzessiven Pariser Lebensstil fand Josephine Baker Ende der 1930er Jahre in Les Milandes einen Landsitz, an dem sie zur Ruhe kommen wollte. Doch nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Frankreich wurde das Schloss zum Stützpunkt der Resistance: Josephine Baker versteckte in dem verwinkelten Gebäude unter Einsatz ihres Lebens Waffen und Geflüchtete vor den Nazis.
Nach dem Krieg eröffnete Baker mit ihrem vierten Mann Jo Bouillon in Les Milandes einen Freizeitpark, den jährlich Hunderttausende besuchten, und in dem Stars wie Jaques Brel auftraten. Auch ihre zwölf Kinder, die sie aus allen Teilen der Welt adoptiert hatte, und die als "Rainbow Tribe" ständig in den Schlagzeilen waren, wuchsen hier auf.
Doch der luxuriöse Lebensstil der Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin verschlang Unsummen - ebenso wie der Unterhalt des Anwesens. 1964 rettete sie noch der öffentliche Spendenaufruf der Schauspielerin Brigitte Bardot vor der Pleite. Doch 1968 war es dann so weit: Les Milandes wurde zwangsversteigert - nachdem Josephine Baker sich drei Tage lang in der Küche verbarrikadiert hatte, musste sie ihr Schloss für immer verlassen.
Der Film erzählt mit seltenen Archivaufnahmen und Interviews - u.a. mit Josephine Bakers Sohn Brian Bouillon-Baker - die ergreifende Geschichte von Josephine Baker und ihrem Märchenschloss Les Milandes.
| Regie | Sascha Schmidt | |
| Heute | 11.01. | 09:20 Uhr | arte |
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| Sonntag | 18.01. | 09:30 Uhr | arte |
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| Sonntag | 25.01. | 09:45 Uhr | arte |
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| Sonntag | 01.02. | 09:15 Uhr | arte |
Häuser der Kunst Josephine Baker und ihr Schloss Les Milandes |