Thriller, USA / Deutschland / Indien 2015
Brooklyn, 1957: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wird der sowjetische Spion Rudolf Abel vom FBI verhaftet. Um der Welt ein faires rechtsstaatliches Verfahren zu demonstrieren, wird der jüdisch-amerikanische James B. Donovan damit beauftragt, Abels Verteidigung zu übernehmen. Trotz des großen gesellschaftlichen und politischen Drucks sowie der Anfeindungen gegen seine Familie nimmt Donovan die Aufgabe ernst. Er kämpft aus tiefster Überzeugung für die verfassungsmäßigen Rechte seines Mandanten und bewahrt Abel vor der Todesstrafe. Einige Zeit später wird der US-Pilot Francis Gary Powers mit seinem U-2-Spionageflugzeug über der Sowjetunion abgeschossen und kurz darauf auch der amerikanische Wirtschaftsstudent Frederic Pryor in Ost-Berlin inhaftiert. Infolgedessen wendet sich das CIA an Donovan: er soll eine hochriskante, inoffizielle Mission im geteilten Berlin übernehmen: Die Verhandlung eines Austauschs von Abel gegen die beiden gefangenen Amerikaner am geschichtsträchtigen Kontrollpunkt Checkpoint Charlie und auf der Glienicker Brücke.
Originaltitel: Bridge of Spies
| Besetzung | Tom Hanks | James B. Donovan |
| Mark Rylance | Rudolf Abel | |
| Scott Shepherd | Hoffman | |
| Amy Ryan | Mary Donovan | |
| Sebastian Koch | Wolfgang Vogel | |
| Alan Alda | Thomas Watters Jr. | |
| Austin Stowell | Francis Gary Powers | |
| Billy Magnussen | Doug Forrester | |
| Regie | Steven Spielberg | |
| Drehbuch | Matt Charman, Ethan Coen, Joel Coen | |
| Kamera | Janusz Kaminski | |
| Musik | Thomas Newman | |

Rechtsanwalt James B. Donovan (Tom Hanks) vor dem Abflug aus Berlin-Tempelhof.
Steven Spielberg inszenierte mit "Bridge of Spies - Der Unterhändler" ein ebenso meisterhaftes historisches Porträt wie auch ein zeitloses Plädoyer für Menschlichkeit, Integrität und den Schutz demokratischer Grundwerte. Das Drehbuch, an dem u.a. auch die Coen-Brüder mitgewirkt haben, besticht durch geschliffene Dialoge und eine perfekt austarierte Balance zwischen politischem Thriller und tiefgründigem Charakterdrama. Neben Tom Hanks überzeugt vor allem auch Mark Rylance in der Rolle des Spions Rudolf Abel, wofür er mit dem Oscar als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Die Bildgestaltung von Janusz Kaminski kreiert auf beeindruckende Weise die düstere, paranoide Atmosphäre des geteilten Berlin sowie die visuelle Ästhetik der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre.