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Sa, 05.12.
2315 – 0050

arte

Die Glasbläserin

TV-Historienfilm, Deutschland 2016

Thüringer Wald, Weihnachten 1890: Nach dem plötzlichen Tod des Vaters stehen Marie und Johanna Steinmann vor dem Nichts. Die jüngere Marie möchte die väterliche Glasbläserwerkstatt gerne übernehmen und hat auch das Potenzial dazu, doch die Zunftordnung lässt es nicht zu. So sind die Schwestern gezwungen, sich mit schlecht entlohnten Hilfsarbeiten über Wasser zu halten: Johanna als Gehilfin des Glashändlers Friedhelm Strobel, Marie als Glasmalerin bei Wilhelm Heimer. Doch es sind harte Zeiten für Frauen: Ihre finanzielle Not zwingt Marie dazu, in eine Ehe mit Heimers Sohn Thomas einzuwilligen. Dieser entpuppt sich bald als Schläger. Heimer nutzt Maries künstlerisches Talent aus, Strobel bedrängt Johanna sexuell. In ihrer Not wachsen die Schwestern noch enger zusammen und beschließen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Auf ihrem gemeinsamen emanzipatorischen Weg in Richtung Selbstbestimmung überwinden beide große Hürden, erleben schwesterlichen Zusammenhalt - und erfinden ganz nebenbei die Weihnachtskugel ... Die Vorlage für den Film lieferte der gleichnamige Roman von Petra Durst-Benning. Regie bei dem fesselnden Zeitgemälde führte Christiane Balthasar, bekannt unter anderem durch ihre Arbeit an der ZDF-Krimiserie "Kommissarin Heller" (2014-2021). Luise Heyer (Deutscher Filmpreis 2019) war jüngst in Mascha Schilinskis Historiendrama "In die Sonne schauen" zu sehen, das 2025 in Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet wurde. Maria Ehrich (Jupiter Award und Goldene Kamera 2015) ist unter anderem aus der ZDF-Serie "Ku'damm 56" (2016-2025) bekannt.

Personen

Besetzung Maria Ehrich Marie Steinmann
Luise Heyer Johanna Steinmann
Franz Dinda Thomas Heimer
Dirk Borchardt Friedhelm Strobel
Max Hopp Wilhelm Heimer
Karel Hermanek Jr. Max
Robert Gwisdek Peter
Regie Christiane Balthasar
Drehbuch
Kamera Hannes Hubach
Musik Johannes Kobilke
Redaktion , Olaf Grunert
Produzent Oliver Vogel, Filip Hering
Andere Personen Autoren: Petra Durst-Benning, Schnitt: Andreas Althoff