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Di, 01.12.
2315 – 0010

arte

Chinas einsame Kinder

Land und Leute, Deutschland / Israel 2025

In China wachsen rund 67 Millionen Kinder ohne ihre Eltern auf. Sie bleiben in ihren Heimatdörfern zurück, während Mutter oder Vater in die weit entfernten Metropolen ziehen, um Arbeit zu finden - oft zu arm, um ihre Kinder mitzunehmen und ihnen ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Eines dieser Kinder ist der 14-jährige Qui Che. Seine Mutter verließ das abgelegene Bergdorf Xiuan in der Provinz Yunnan, um in Hangzhou nach einer besseren Zukunft zu suchen, und ließ ihren Sohn bei seinen Großeltern väterlicherseits zurück. Das Familienhaus liegt hoch in den Bergen, drei Stunden Fußmarsch von der nächsten Schule entfernt. Unter der Woche lebt Qui Che deshalb im Internat; nur einmal pro Woche kann er den langen Heimweg antreten und zu seinen Großeltern nach Hause kommen. Das Leben im Dorf war entbehrungsreich. Schon früh musste er bei der schweren Feldarbeit helfen und wuchs als einziges Kind im Haus still und oft einsam auf. Doch er trägt einen Traum in sich: Qui Che liebt das Singen und wünscht sich, eines Tages Sänger zu werden. Dank eines Stipendiums darf er in den Sommerferien eine Musikschule im Autonomen Kreis Ninglang besuchen, wo er auch Gitarrenunterricht erhält. Ein kleiner, aber entscheidender Schritt in Richtung seines großen Traums. Seine Gedanken und Erlebnisse hält er in Tagebüchern fest. Diese leisen, poetischen Texte ziehen sich wie ein roter Faden durch die Dokumentation und eröffnen den Blick in die innere Welt eines Jungen, der zwischen Einsamkeit und Sehnsucht, Hoffnung und Zuversicht seinen eigenen Weg sucht.

Personen

Regie Shosh Shlam