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Di, 24.11.
2340 – 0035

arte

Palästina: Politik in Ruinen

Politik, Frankreich 2026

Trotz seiner Anerkennung durch Frankreich in der UNO bleibt der palästinensische Staat eine Fata Morgana. Die israelische Armee hat über die Hälfte des schmalen, zu palästinensischen Hoheitsgebiets gehörigen Gazastreifens zerstört und besetzt. Das ebenfalls palästinensische Westjordanland ist zersplittert und wird zunehmend brutaler von israelischen Siedlungen vereinnahmt. Noch nie schien die Befreiung, die palästinensische Politiker seit Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation immer wieder heraufbeschworen, so unerreichbar. Das Westjordanland wird von einer korrupten palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet, der es nicht gelingt, die Bürger ausreichend zu schützen. In Gaza hat die Hamas zwar die Kontrolle abgegeben, übt aber weiterhin großen Einfluss auf die Bevölkerung aus. Der technokratische Ausschuss, der im Rahmen von Donald Trumps selbsternanntem "Friedensrat" kommissarisch regieren soll, sitzt - blockiert durch Israel - nach wie vor in Kairo fest. Der Film hinterfragt den heutigen Wendepunkt in der Geschichte der Palästinenser, mit einem Fokus auf die Menschen und ihre politischen Vertreter. Wer repräsentiert das palästinensische Volk? Kann man sich eine politische Zukunft vorstellen, wenn die Existenz eines Volks bedroht ist? Welche Zukunft wünschen sich die Menschen? Vor dem Hintergrund von Besatzung, Exil und Wiederaufbau lässt die Dokumentation palästinensische Bürger und ihre Repräsentanten zu Wort kommen. Ihre Aussagen verdeutlichen die Brüche und Traumata der palästinensischen Gesellschaft, aber auch ihre neuen politischen Anliegen.

Personen

Regie Claire Duhamel, Clothilde Mraffko