Oper, F 2010
Pene Pati, das Stimmwunder aus dem fernen Samoa, übernimmt den Part des jungen Mannes, der sich unsterblich in eine Frau verliebt, die bereits einem anderen versprochen ist, und der sich am Ende das Leben nimmt. Johann Wolfgang von Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werther" hatte nach der Veröffentlichung 1774 eine Welle von Selbstmorden nach sich gezogen. Über 100 Jahre später griff der französische Komponist Jules Massenet diesen Stoff auf und schuf eine seiner bedeutendsten Opern.
Werther, ein schwärmerischer Idealist, trifft in Wetzlar auf Charlotte, die wie er eine Leidenschaft für Poesie teilt. Doch die junge Frau hat ihrer Mutter am Sterbebett versprochen, Albert zu heiraten. Massenets Oper legt den Akzent auf die Figur der Charlotte, die zwischen persönlichen Sehnsüchten und gesellschaftlichen Erwartungen steht.
"Werther" feierte seine Uraufführung 1892 in Wien, bevor das Werk ein Jahr später erstmals an der Opéra Comique in Paris gespielt wurde. Nun kehrt die Oper unter der musikalischen Leitung von Raphaël Pichon in den historischen Salle Favart zurück.
Regisseur Ted Huffman, auch bekannt für seine Inszenierung aus dem Jahr 2023 von Gounods "Roméo et Juliette", verzichtet auf folkloristische Klischees und konzentriert sich auf die universellen Themen des Werks.
Das reduzierte Bühnenbild von Ted Huffman und die modernen Kostüme von Bertrand Couderc schaffen eine zeitlose Atmosphäre, die es dem Publikum leicht macht, sich mit den Figuren zu identifizieren. Mit Pene Pati als Werther und Adèle Charvet als Charlotte verspricht die Produktion eine differenzierte Auseinandersetzung mit Massenets Meisterwerk.
| Besetzung | Charlotte | |
| Pene Pati | Werther | |
| John Chest | Albert | |
| Julie Roset | Sophie | |
| Christian Immler | Le Bailly | |
| Johann | ||
| Carl Ghazarossian | Schmidt | |
| Paul-Louis Barlet | ||
| Flore Royer | ||
| Regie | Corentin Leconte | |
| Kostueme | Astrid Klein | |
| Inszenierung | Ted Huffman | |
| Dirigent | ||
| Andere Personen | Komponist: Jules Massenet, Orchester: Pygmalion, Chor: , : Ted Huffman, Licht: Bertrand Couderc | |

Ein reduziertes Bühnenbild und moderne Kostüme schaffen eine zeitlose Atmosphäre, die es dem Publikum leicht macht, sich mit den Figuren (Pene Pati als Werther und Adèle Charvet als Charlotte) zu identifizieren.
Libretto: Edouard Blau, Paul Milliet, Georges Hartmann, nach Johann Wolfgang von Goethe