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Mo, 02.11.
2315 – 0140

NDR

Lieber Thomas

Biografie, Deutschland 2021

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst, der als Parteifunktionär den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten, und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda und anderen Studenten mit einer Flugblattaktion in den Straßen Berlins - und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn, und Thomas Brasch kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Er verliebt sich in die frisch mit einem anderen verheiratete Katharina Thalbach und schreibt ihr ein Theaterstück auf den Leib. Ohne Aussicht, seine Werke dem ostdeutschen Publikum zugänglich machen zu können, verlässt Thomas die Heimat - zusammen mit Katarina, die er letztendlich für sich gewinnen konnte. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Thalbach kann sich vor Engagements kaum retten. Ein neues Leben - geprägt von Geld, Partys und Drogen. Doch Brasch will seine Kunst nicht als Ware verkauft sehen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ostberlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben.

Personen

Besetzung Albrecht Schuch Thomas
Jella Haase Katharina
Peter Kremer
Claudio Magno Thomas (Kind)
Vater
Anja Schneider Mutter
Regie Andreas Kleinert
Drehbuch Thomas Wendrich
Kamera Johann Feindt
Musik Daniel Michael Kaiser