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So, 01.11.
0045 – 0303

Das Erste

Rosemaries Baby

Horrorfilm, USA 1968

Manhattan in den 1960er-Jahren. Die junge Rosemarie Woodhouse zieht mit ihrem Ehemann Guy in eine großbürgerliche Traumwohnung. Obwohl Horrorgeschichten über das noble Apartmenthaus kursieren, scheint alles perfekt, um eine Familie zu gründen! Von ihren Nachbarn, dem älteren Ehepaar Castevet, trennt die beiden nur eine hellhörige Wand im Schlafzimmer. Die neugierige Minnie und der weltläufige Roman drängen sich in ihr Leben. Nach einem Dinner bei ihnen fällt Rosemarie in einen komatösen Schlaf. Als sie ihrem Mann von einem verstörenden Traum erzählt, gesteht er eine Vergewaltigung - angeblich, um den idealen Zeitraum für Erfüllung ihres Kinderwunschs nicht verstreichen zu lassen. Zwar geht Rosemarie darüber hinweg, doch ihre langersehnte Schwangerschaft verläuft alles andere als erhofft. Starke Schmerzen, die übergriffige Art von Minnie sowie Guys schleichende Veränderung setzen ihr zu. Als ihr ein plötzlich verstorbener Freund ein Buch über Satanismus und eine codierte Warnung hinterlässt, erkennt sie eine unglaublich klingende Verschwörung. Doch: Wem kann Rosemarie trauen? Kurz vor der Entbindung setzt sie alles auf eine Karte.

Originaltitel: Rosemary's Baby

Personen

Besetzung Mia Farrow Rosemarie Woodhouse
John Cassavetes Guy Woodhouse
Ruth Gordon Minnie Castevet
Sidney Blackmer Roman Castevet
Maurice Evans Hutch
Angela Dorian Terry
Patsy Kelly Laura-Louise
Elisha Cook Mr. Nicklas
Emmaline Henry Elise Dunstan
Marianne Gordon Rosemaries Freundin
Charles Grodin Dr. Hill
Hanna Landy Grace Cardiff
Philip Leeds Dr. Shand
D'Urville Martin Diego
Hope Summers Mrs. Gilmore
Ralph Bellamy Dr. Sapirstein
Wendy Wagner Rosemaries Freundin
Regie Roman Polanski
Drehbuch Roman Polanski
Kamera William Fraker
Musik Christopher Komeda

Hintergrund

"Rosemaries Baby" von 1968 zählt zu den Meisterwerken des filmgeschichtlich bedeutenden, aber biografisch umstrittenen Roman Polanski. Der spätere Oscar-Preisträger führt mit Mia Farrow als Titelfigur in Abgründe von Dominanz, Unterdrückung und Paranoia. Die subtile Kameraführung erzeugt - wie bereits in Polanskis noch in Europa entstandenem Klassiker "Ekel" - durch Atmosphäre, Perspektive und Andeutung eine Atmosphäre des Unheimlichen. Als ebenso manipulative wie exaltierte Nachbarin gewann Ruth Gordon - zuvor dreimal als Drehbuchautorin für den Academy Award nominiert - den Oscar sowie ihren zweiten Golden Globe für die beste Nebenrolle. John Cassavetes, Pionier des US-Independentfilms, brilliert in der Rolle von Rosemaries Ehemann, der einen teuflischen Pakt schließt.