Politik, Italien 2026
Die Dokumentation zeigt die finnische Gesellschaft, in der die Krisenvorbereitung schon seit langer Zeit zum Alltag gehört. Die Erinnerungen an den Winterkrieg mit der Sowjetunion 1939/1940 sind noch immer präsent. Wehrpflicht, fast eine Million Reservisten, Zivilschutzanlagen für den Großteil der Bevölkerung: Finnland bereitet sich seit Jahrzehnten auf einen erneuten Ernstfall vor.
Das Land steht in der Region stellvertretend für Europa: Nato-Soldaten üben auf finnischem Boden, die Militärausgaben des Landes steigen an, und die 1.343 Kilometer lange Grenze im Süden des Landes ist zu einer Grenze verbündeter Nationen gegen Russland geworden.
Diese neue Realität hat jedoch massive Auswirkungen auf die Bewohner des Grenzgebiets: Seit der Grenzschließung wurde jeglicher Austausch beendet, Familien entzweit, und Städte, die einst Russland zugewandt waren, sind nun isoliert.
Die Dokumentation zeigt ein Finnland, das man so nicht kennt. Sie lässt sowohl diejenigen zu Wort kommen, die sich auf die Verteidigung der Grenze vorbereiten, als auch diejenigen, die unter ihrer Schließung leiden. Inzwischen stellt sich ganz Europa die Frage, ob man für den Ernstfall ausreichend gerüstet ist. Auch deshalb nehmen die Geschichte und die Entscheidungen, die Finnland seit langem geprägt haben, eine neue Dimension an.
| Regie | Federico Lodoli | |