Psychothriller, USA 1997
Nicholas Van Orton stammt aus einer vornehmen Familie, kontrolliert als Investmentbanker Millionensummen und lebt in San Francisco. Sein Leben scheint perfekt, wäre da nicht die Einsamkeit.
Seine Frau hat ihn verlassen, und mit seinem labilen Bruder Conrad verbindet ihn wenig. Dennoch kreuzt Conrad an seinem 48. Geburtstag auf und schenkt ihm einen Teilnahmegutschein für ein neuartiges Erlebnisspiel. Noch bevor Nicholas recht weiß, ob er überhaupt teilnehmen will, ist er bereits in ein Spiel verstrickt, dessen Regeln er nicht kennt. Erst sind es nur Kleinigkeiten, die den Finanzmann irritieren: ein ausgelaufener Füllhalter, eine Aktentasche, die sich partout nicht öffnen lässt, eine Panne in einem Restaurant. Allmählich aber steigert sich die Intensität der Zwischenfälle. Nicholas wird erpresst, findet sein Haus in chaotischem Zustand vor und wird schließlich unter Drogen gesetzt und nach Mexiko verschleppt.
Aus dem Geschäftsmann ist ein Verfolgter geworden, der niemandem mehr trauen kann und um sein Leben kämpfen muss. David Fincher stellt mit "The Game" wieder unter Beweis, dass er zu den eigenwilligeren Regisseuren Hollywoods gehört. Der technisch brillante, von dem Autorenteam Brancato und Ferris ("The Net") mit viel Dialogwitz ausgestattete Thriller zeigt Michael Douglas in der Rolle, die er am besten beherrscht: als autoritären Charakter, dessen Zusammenbruch den Blick auf die Defizite der amerikanischen Gesellschaft freigibt.
Originaltitel: The Game
| Besetzung | Michael Douglas | Nicholas Van Orton |
| Sean Penn | Conrad | |
| Deborah Kara Unger | Christine | |
| James Rebhorn | Jim Feingold | |
| Peter Donat | Samuel Sutherland | |
| Armin Mueller-Stahl | Anson Baer | |
| Carroll Baker | Ilsa | |
| Anna Katarina | Elizabeth | |
| Regie | David Fincher | |
| Drehbuch | John Brancato, Michael Ferris | |
| Kamera | Harris Savides | |
| Musik | Howard Shore | |
| Produzent | Steve Golin, | |
| Andere Personen | Schnitt: James Haygood | |

(Erstaufführung USA/Kanada: 12.09.1997)