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So, 25.10.
2255 – 2355

arte

Roberto Rossellini - Leben ohne Drehbuch

Künstlerporträt, Frankreich / Italien / Litauen 2025

Der Dokumentarfilm beleuchtet eine entscheidende Phase im Leben des großen italienischen Regisseurs Roberto Rossellini: 1956, mit 50 Jahren, scheint Rossellinis Karriere an einem Tiefpunkt angelangt. Die einst gefeierten Meisterwerke des Neorealismus liegen zurück, die späteren Filme mit Ingrid Bergman werden von Publikum und Kritik abgelehnt, die Ehe steht vor dem Aus. In dieser Situation wagt Rossellini einen beispiellosen Neuanfang. Er reist nach Indien, um ein Land im Umbruch zu dokumentieren - wissend, dass er vielleicht nicht zurückkehren wird. Aus dieser Erfahrung entstehen nicht nur der Kinofilm India Matri Bhumi, sondern auch wegweisende Fernsehproduktionen. Rossellinis Indien-Aufenthalt markiert seine künstlerische Wiedergeburt und öffnet ihm den Blick auf neue Formen des Wissens, der Bildung und der filmischen Sprache. Der Film zeichnet Rossellinis zunehmende Abkehr vom klassischen Kino nach und zeigt ihn als Visionär, der früh an das Potenzial des Fernsehens glaubt - zum Unverständnis vieler Zeitgenossen. Unterstützt von Stimmen der Nouvelle Vague, darunter François Truffaut, wird Rossellini neu entdeckt und als Mentor gewürdigt. Mit seltenem Archivmaterial, Zitaten und Zeitzeugnissen entfaltet der Dokumentarfilm das Bild eines kompromisslosen Geistes, der stets mehr suchte als bloßen Erfolg: Erkenntnis, Wahrheit und eine neue Art, die Welt zu erzählen.

Personen

Regie Ilaria De Laurentiis