Thriller, Italien / Frankreich 1976
Als Staatsanwalt Varga auf offener Straße erschossen wird, übernimmt Inspektor Rogas die Ermittlungen. Bald darauf werden zwei hohe Richter ermordet, wieder mit derselben Waffe. Rogas vermutet, dass es sich in allen Fällen um einen Racheakt handelt. Er macht drei Verdächtige ausfindig; alle wurden für Delikte verurteilt, die sie abgestritten haben. Und bei jedem dieser Prozesse hatte einer der ermordeten Richter den Vorsitz.
Zwei der Beschuldigten muss Rogas allerdings rasch wieder von seiner Liste streichen. Bei dem dritten dagegen glaubt er, auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Dieser Mann ist untergetaucht und es existiert nirgendwo ein Foto von ihm. Ein vierter Mord bestärkt den Inspektor in seinem Verdacht, aber er wird von seinen Vorgesetzten zurückgepfiffen. Er hält es jedoch für seine Pflicht, wenigstens den Gerichtspräsidenten Richès zu warnen, der nach seiner Ansicht auch gefährdet ist. Bei diesem Besuch macht der Inspektor eine Beobachtung, die ihn die Mordserie in einem ganz neuen Licht sehen lässt ...
"Die Macht und ihr Preis" beginnt als Krimi und verdichtet sich mehr und mehr zur beklemmenden Beschreibung eines politischen Zustands, ohne einen Moment an Spannung zu verlieren. Der Film von 1975 basiert auf dem Roman "Tote Richter reden nicht" des sizilianischen Autors Leonardo Sciascia (1921-1989). Francesco Rosis Polit-Thriller ist eine der besten Sciascia-Verfilmungen, nicht zuletzt dank Lino Ventura in der Rolle des einfachen Polizeiinspektors, der sich trotz wachsender Angst nicht davon abhalten lässt, einer politischen Verschwörung nachzugehen.
Originaltitel: Cadaveri eccellenti
| Besetzung | Lino Ventura | Inspektor Rogas |
| Renato Salvatori | Kommissar | |
| Max von Sydow | ||
| Alain Cuny | Richter Rasto | |
| Charles Vanel | Staatsanwalt Varga | |
| Fernando Rey | Innenminister | |
| Regie | Francesco Rosi | |
| Drehbuch | Francesco Rosi, Tonino Guerra, Lino Jannuzzi | |
| Kamera | Pasqualino De Santis | |
| Musik | Piero Piccioni | |
| Produzent | Alberto Grimaldi | |
| Andere Personen | Autoren: Leonardo Sciascia, Schnitt: Ruggero Mastroianni | |