Dokumentation, Deutschland 2025
Die Brüder Wolfgang und Hermann Baak sind die letzten Kleinbauern im rumänischen Dorf Malmkrog, die ihr Land mit einfacher Technik und Pferden noch fast mittelalterlich bewirtschaften. Sie zeigen, wie seit der Besiedelung aus Wildnis Kulturland geschaffen wurde, und bis heute erhalten wird. Hier können auf nur zehn Quadratmetern Wiese 99 Pflanzenarten wachsen, ein Weltrekord der Artenvielfalt. Und das alles nur, weil die Bauern hier nicht düngen und einmal im Jahr mähen. Von der Pflanzenvielfalt profitieren Schmetterlinge, so können hier auf nur zwei Quadratkilometern unglaubliche 1.500 Schmetterlingsarten leben. Braunbären kommen aus dem Schutz des Waldes auf die Wiesen, um wie Kühe die Vielfalt der Kräuter abzuweiden. Rotfüchse füttern ihre Welpen mit den Wühlmäusen, die hier seit dem Mittelalter bevorzugt leben. Weil die Bauern Heu und Weideland für ihr Vieh brauchten, schufen sie mit den Heuwiesen unabsichtlich Siebenbürgens größten Naturschatz.
Aber es geben immer mehr Kleinbauern auf, und die industrielle Landwirtschaft übernimmt. Heuwiesen werden zu Äckern umgepflügt, ihre Lebensgemeinschaft zerstört. Noch ist Siebenbürgens Natur mit ihrem Artenreichtum einzigartig in Europa. Aber wird sie in ihrer mittelalterlichen Fülle weiterbestehen?
| Andere Personen | Autor: Tobias Mennle, Kontakt: Ulrike Lovett | |