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Mo, 12.10.
2340 – 0135

arte

Aelita

Stummfilm, Sowjetunion 1924

Mit "Aelita" schuf Regisseur Jakow Protasanow 1924 einen Meilenstein der Science Fiction. Der Stummfilm erzählt von dem Moskauer Ingenieur Loss, der geheimnisvolle Signale aus dem All empfängt und von einer Reise zum Mars träumt. In seinen Visionen begegnet er der Marskönigin Aelita und gerät in einen Konflikt zwischen Liebe, Macht und Revolution. Dabei verschmelzen Realität, Fantasie und gesellschaftlicher Umbruch zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Filmerlebnis. Seine herausragende Stellung in der Filmgeschichte verdankt Aelita vor allem seiner revolutionären Bildgestaltung. Die von der Avantgarde-Künstlerin Alexandra Exter entworfenen futuristischen Kostüme und Bühnenräume verbinden Kubismus, Konstruktivismus und moderne Kunst zu einer visionären Weltraumästhetik, die das Science-Fiction-Kino nachhaltig prägte. Für die musikalische Begleitung sorgt die finnische Band Cleaning Women, die mit selbst gebauten Instrumenten aus Alltagsgegenständen einen unverwechselbaren Klangkosmos erschafft. Zwischen Industrial-Rock, elektronischen Grooves und Avantgarde entwickeln die drei Musiker einen pulsierenden Sound, der die futuristischen Visionen des Films eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert. Die Band ist international für ihre Neuvertonungen von Stummfilmklassikern bekannt und veröffentlichte bereits 2004 ihre Musik zu Aelita als eigenes Album. Fast ein Jahrhundert nach seiner Entstehung wirkt der Stummfilm noch immer modern - als utopisches Weltraummärchen, politisches Gleichnis und Triumph filmischer Fantasie.

Personen

Besetzung Nikolai Zeretelli Losj/Spiridinow
Julia Solnzewa Aelita
Vera Orlowa Mascha
Konstantin Eggert Tuskub
Valentina Kuindshi Natascha
Regie Jakow Protasanow
Drehbuch Fjodor Ozep, Alexej Faiko
Kamera Juri Sheljabushski,
Musik Cleaning Women
Kostueme Alexandra Exter
Szenenbild Szenenbild: Alexandra Exter
Andere Personen Autoren: Alexej Tolstoi, Bauten: Alexandra Exter