Tiere, D 2018
Der schneeweiße Nandu Horst ist einer von mehr als 200 flugunfähigen Straußenvögeln, die in Westmecklenburg in freier Natur leben und für reichlich Wirbel sorgen. Vielen Landwirten sind die "Pampa-Strauße" ein Dorn im Auge. Sie fressen die Rapsfelder leer und richten somit auf den Äckern großen Schaden an. Deshalb sollen Ranger mit Sondergenehmigung die Gelege der Nandus im Frühsommer manipulieren, um eine weitere Verbreitung der Nandus zu verhindern.
Im Jahre 2000 sind sechs Tiere aus einem Privatgehege in Groß Grönau (Schleswig-Holstein) ausgebüxt und haben sich seitdem stark vermehrt. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Laufvögel haben sich erstaunlich gut an die Gegebenheiten in Westmecklenburg angepasst und gehören mittlerweile zum Landschaftsbild.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die Arbeitsgruppe Nandumonitoring, untersucht seit einigen Jahren das Verhalten der Tiere. Mit GPS-Sendern ausgestattete Nandus sollen neue Erkenntnisse über ihr Wanderverhalten geben. Für diesen Film aus der Reihe "NaturNah" wird Arne Korthals, einer dieser Wissenschaftler, bei seiner Arbeit begleitet.
Bereits im Herbst entdeckt das Filmteam Nanduhahn Horst in der Nähe von Schattin. Im Frühjahr sieht man ihn fast zehn Kilometer weiter östlich bei der Balz und bei Revierkämpfen mit einem anderen Hahn. Dann verliert sich seine Spur. Brütet er vielleicht schon irgendwo? Denn bei den Nandus brüten die Hähne das Gelege aus! Wird sein Nest entdeckt? Und werden auch seine Eier von Naturparkrangern angebohrt, damit die weitere Verbreitung der Tiere verhindert wird?
Bei den letzten Dreharbeiten im Sommer 2018 gibt es eine Überraschung.
| Von | Heinz Galling | |