Zeitgeschichte
Getrieben von Antisemitismus und Rassismus will am 9. Oktober 2019 ein junger Mann aus einem Dorf in Sachsen-Anhalt Jüdinnen und Juden töten. Er greift an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, eine voll besetzte Synagoge und den Imbiss "Kiez Döner" in Halle/Saale an. Inspiriert von dem Blutbad, das nur wenige Monate zuvor ein Rechtsterrorist im neuseeländischen Christchurch anrichtete, hat auch er ein Massaker geplant. Zwei Menschen werden getötet, zwei auf seiner Flucht im nahegelegenen Wiedersdorf schwer verletzt und Dutzende traumatisiert.
"Der Anschlag - Terror in Halle und Wiedersdorf" zeichnet den 9. Oktober 2019 aus Perspektive der Betroffenen nach. Nicht der Attentäter, der sich mit seiner Tat zum Helden einer weltweit vernetzten rechtsextremistischen Community machen wollte, wird in den Fokus gerückt, sondern die Opfer seiner Tat. Die Filmemacher treffen sie in Halle, Berlin, Paris und Tel Aviv.