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Dokumentation
Amrum: Die kleine unter den großen Nordfriesischen Inseln hat ihren ganz eigenen Takt. Beschaulicher als auf Sylt oder Föhr. Zwischen Kniepsand, Dünen und Dorfstraßen erzählen Menschen vom Leben auf Amrum - eigensinnig, einfallsreich und mit trockenem Humor.
Am 15 Kilometer langen Kniepsand, einem der größten Sandstrände Europas, bereitet sich der Strandkorbvermieter Nils Randow auf die Hauptsaison vor. Eigentlich will er endlich das Fundament für den neuen Werbeaufsteller buddeln. Doch irgendwas kommt immer dazwischen: Kaffee-Bestellungen, Sonderwünsche von Stammgästen, die Anmietung des elektrischen Strandrollstuhls. Und dann muss Nils noch Korb 584 mit dem Trecker zur Dünenschule liefern.
Die Schule gehört zur Rehafachklinik Satteldüne. 1928 wurde das ehemalige Kurhaus zur Kinderheilstätte, zunächst spezialisiert auf Knochenerkrankungen, später kamen vor allem junge Menschen mit Lungenbeschwerden. Heutzutage erholen sich hier Kinder mit unterschiedlichen chronischen Krankheiten und drücken nebenbei die Schulbank, damit sie nicht den Anschluss verlieren. Ute Feddersen-Hansen unterrichtet seit ein paar Wochen eine Klasse, in der vor allem Kinder mit psychosomatischen Beschwerden sind: "Praktisch alle gehen glücklicher nach Hause, als sie gekommen sind", schwärmt die Lehrerin. Nach Feierabend zieht es Ute zur Probe der Trachtengruppe, eine Institution auf der Insel. Einst waren die Trachten Statussymbol reicher Seefahrerfamilien. Bis heute tragen sogar Amrumer Teenager sie voller Stolz. So wie die 13-jährige Nina. Einmal in der Woche übt sie mit der Jugendgruppe Tänze ein, denn bald steht der große Auftritt beim Mühlenfest in der Gemeinde Nebel zu Ehren der historischen Windmühle an.
Draußen auf der Nordsee kämpfen ein paar Ruderer mit den Wellen. Die Truppe um Tobias Wischer kommt mehrfach im Jahr aus Berlin nach Amrum zum Coastal Rowing. Beim Küstenrudern gilt: je rauer, desto besser. Tobias ist einer der Pioniere dieser neuen Sportart, veranstaltet auch internationale Regatten auf Amrum.
Und wenn das Leben auf der Insel dann abends zur Ruhe kommt, öffnet Jan von der Weppen seine legendäre Kneipe Blaue Maus. Er ist spezialisiert auf Whiskey, mehr als 1200 Sorten hat er bereit zum Ausschank. Seit diesem Sommer bietet er auch noch eine eigene Rum-Marke an. Dafür hat Jan verschiedene Rumsorten roh verschnitten, mit tropischen Früchten aromatisiert und die Fässer monatelang auf dem Fahrgastschiff M/S "Eilun" deponiert und durchschaukeln lassen. Die von der Nordsee bewegte Spirituose muss er nun in Flaschen abfüllen und mit dem Etikett versehen, gestaltet hat es ein Inselkünstler. Prost: auf Amrum!
Weitere Ausstrahlungstermine
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Donnerstag
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17.09.
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20:15 Uhr
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NDR
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Personen
NDR/Julian Ringer1 / 8
Strandkorbvermieter und Kioskbetreiber: Nils Randow steckt mitten in der Saisonvorbereitung. Er hat alle Hände voll zu tun und bleibt doch ganz entspannt.
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Made in Amrum! Die findigen Insulaner machten aus Strandkörben, deren Oberteile kaputt gegangen waren, diese "Cabrio-Körbe". Einfach eine Lehne ran und schon wird weiter vermietet.
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Sieht man fast von jedem Punkt der Insel: Der Amrumer Leuchtturm ist der höchste an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste - sein Feuer leuchtet 66 Meter über dem Meeresspiegel.
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Kleine Insel, riesiger Strand: Der Kniepsand ist 15 Kilometer lang, bis zu zwei Kilometer breit und damit einer der größten Badestrände Europas.
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Ein Trecker, ein Strandkorb und ganz viel Sand: Nils Randow liefert Korb Nummer 584 an den Abschnitt vor der Dünenschule.
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728 Hektar sandige Hügel: Die "Amrumer Dünen" sind ein Naturschutzgebiet, das rund ein Drittel der gesamten Inselfläche ausmacht.
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