Land und Leute, Deutschland 2026
Mit 2.800 Kilometern Ausdehnung gilt Kasachstan als das Herz Zentralasiens - ein Reich zwischen Wüste, Steppe und schneebedeckten Bergen. In der einstigen Sowjetrepublik treffen unberührte Natur, geologische Wunder und Spuren der Geschichte aufeinander.
Im Westen zieht sich der Ural als Grenzfluss zwischen Europa und Asien durch die Steppe. Hier arbeiten Nurbolat und Yerbol, Fährmänner zwischen den Kontinenten, die ihr Boot mit purer Muskelkraft über den Fluss ziehen.
Weiter südlich liegt das geheimnisvolle Ustjurt-Plateau mit seinen bizarren Felsformationen und den kugelrunden Steinen des Torysh-Tals, ein Naturphänomen, das Geologen wie Bekbolat Tolegenuly fasziniert. Im Nordosten zeugt Semipalatinsk von einer düsteren Vergangenheit: Über 450 sowjetische Atomtests verwandelten das Gebiet in eine radioaktive Wüste. Heute dokumentiert die Wissenschaftlerin Maira Abenova die Rückkehr des Lebens in die geschundene Landschaft.
Doch Kasachstan ist auch ein Land der Neuanfänge. In den Tälern des Tian-Shan-Gebirges wächst der wilde Urapfel - die Wiege aller heutigen Apfelsorten. Und im modernen Kapchagay, dem "Vegas der Kasachen", feiern junge Frauen wie Elvira selbstbewusst ihr neues Lebensgefühl zwischen Tradition und Moderne.
Kasachstan, ein Land, das sich neu erfindet, zwischen Steppengras und Neonlicht, zwischen Vergangenheit und Aufbruch, zwischen Europa und Asien.
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