Thriller, Frankreich 2007
Eric Vincent erfährt vom Tod seines leiblichen Vaters - eines Mannes, den er nie kennengelernt hat. Auf der Suche nach Antworten gerät er in ein Geflecht aus alten Verbrechen, rätselhaften Begegnungen und widersprüchlichen Erinnerungen. Nach und nach wird deutlich, dass zahlreiche Menschen - vom Privatdetektiv bis zu Gestalten aus dem Rotlichtmilieu - auf unterschiedliche Weise mit der Vergangenheit seines Vaters verbunden sind.
Mit "Der Schlüssel" schließt Regisseur Guillaume Nicloux seine lose Thriller-Trilogie nach "Eine ganz private Affäre" und "Im Schatten der Wälder" ab. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sehr die eigene Herkunft das Leben prägt. Dafür verknüpft er verschiedene Zeitebenen und Erzählstränge zu einem komplexen Geflecht, in dem Identität, Herkunft und die Last familiärer Geheimnisse im Zentrum stehen. Der Film verzichtet bewusst auf einfache Antworten und entwickelt stattdessen eine dichte, melancholische Atmosphäre, die stärker von psychologischer Spannung als von klassischen Thrillerelementen lebt.
Guillaume Canet verkörpert Erics zunehmende Verunsicherung mit großer Zurückhaltung. Unterstützt wird er von einem hochkarätigen Ensemble mit Marie Gillain, Vanessa Paradis, Jean Rochefort, Josiane Balasko und Thierry Lhermitte. Christophe Offensteins kühle Bildgestaltung unterstreicht den schleichenden Übergang vom geordneten Alltag in eine Welt voller Misstrauen und ungelöster Fragen. "Der Schlüssel" ist weniger Kriminalfilm als existenzielle Spurensuche - ein düsteres Puzzle über die Macht der Vergangenheit.
Originaltitel: La Clef
| Besetzung | Guillaume Canet | Eric Vincent |
| Marie Gillain | Audrey | |
| Vanessa Paradis | ||
| Josiane Balasko | ||
| Thierry Lhermitte | ||
| Jean Rochefort | Joseph Arp | |
| Regie | Guillaume Nicloux | |
| Drehbuch | Guillaume Nicloux, Pierre Trividic | |
| Kamera | Christophe Offenstein | |
| Produzent | Philippe Rousselet, | |
| Andere Personen | Schnitt: Guy Lecorne | |