Oper, Deutschland 2025
Mit dem selten gespielten Stück "Das Paradies und die Peri" beginnt an der Staatsoper Hamburg eine neue künstlerische Ära. Intendant Tobias Kratzer und Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber eröffnen ihre erste gemeinsame Saison mit einem Werk, das gesellschaftliche Relevanz, musikalische Exzellenz und eine Reflexion über das Verhältnis von Bühne und Publikum in einem packenden Theaterabend bündelt. Robert Schumanns 1843 uraufgeführtes Stück steht zwischen Oper und Oratorium.
Die Geschichte der Peri, die durch Opfermut und Mitgefühl Erlösung sucht, wird bei der Neuinterpretation durch Kratzer und Wellber auch zum Spiegel heutiger Herausforderungen, zu einer Suche nach Empathie in einer Welt voller Krisen. Kratzers Inszenierung durchbricht dabei die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum: So entsteht ein kollektives Theatererlebnis, das auch das Publikum in einen emotionalen Austausch einbindet.
Vera-Lotte Boecker, 2022 vom Magazin "Opernwelt" zur Sängerin des Jahres gekürt, übernimmt die Titelrolle, ein Rollendebüt von sängerischer Virtuosität und großer emotionaler Tiefe. Der Abend steht exemplarisch für die Programmatik der neuen Intendanz an der Staatsoper Hamburg: Oper soll zum Resonanzraum drängender politischer und menschlicher Fragen werden. Die Suche der Peri nach der einen Gabe, die ihr den Weg ins Himmelreich eröffnet, führt durch die großen Krisen der Gegenwart: Krieg, Pandemie und Klimawandel.
| Regie | Marcus Richardt | |
| Kostueme | Rainer Sellmaier | |
| Inszenierung | Tobias Kratzer | |
| Mitwirkende | Philharmonisches Staatsorchester Hamburg (Alice Meregaglia), Chor der Hamburgischen Staatsoper, Vera-Lotte Boecker (Peri), Eliza Boom (Sopran / Jungfrau), Kady Evanyshyn (Mezzosopran), Annika Schlicht (Alt), Kai Kluge (Tenor), Christoph Pohl (Bariton / Gazna / Mann), Ivan Borodulin (Engel), | |
| Szenenbild | : Rainer Sellmaier | |
| Dirigent | Omer Meir Wellber | |
| Andere Personen | Komponist: Robert Schumann, Libretto: Emil Flechsig, Ausstattung: Rainer Sellmaier, Bauten: Rainer Sellmaier, Licht: Michael Bauer, Video: Manuel Braun, Dramaturgie: Christopher Warmuth | |