arte
Bauen im Kreislauf
Dokumentation, Deutschland 2025
Die Baubranche ist einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen - und doch beginnt gerade hier ein Umdenken. Einer der neuen Ansätze, die in Zukunft Ressourcen einsparen sollen, ist das zirkuläre Bauen. Es verfolgt eine radikale Idee. Gebäude werden so geplant, dokumentiert und errichtet, dass sie später selbst wieder als Materialspender dienen: zurückbauen statt abreißen, wiederverwenden statt wegwerfen. Das Ziel sind geschlossene Stoffkreisläufe, die bereits beim Entwurf neuer Gebäude mitgedacht werden.
In der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland machen sich Architektinnen, Forschende und kommunale Entscheider daran, diese Vision Realität werden zu lassen. Sie retten Glasfassaden vor der Deponie, erproben Methoden des Rückbaus von Gebäuden, forschen an der Wiederverwendung von Betonteilen und entwickeln digitale Werkzeuge, die Angebot und Nachfrage von Bauteilen besser zusammenbringen.
Der Ansatz des zirkulären Bauens gewinnt in immer mehr kommunalen, nationalen und europäischen Regelungen an Bedeutung. Der Kanton Basel fördert intensiv die Wiederverwendung von Baumaterialien bei kommunalen Neubau-Projekten. In den Pariser Banlieues lassen Architektinnen und Architekten ein Kultur- und Gemeindezentrum entstehen, Keramikfliesen und Treppen kommen aus Häusern in der Nachbarschaft.
Die Dokumentation begleitet diese Pionierinnen und Pioniere. Sie zeigt eine Vision, die Mut macht: Städte, die immer wieder aus sich selbst heraus erneuert werden. Jede Siedlung kann so zur Mine werden - ein wertvolles Rohstofflager, mit den Baumaterialien für die Zukunft.
Weitere Ausstrahlungstermine
|
Sonntag
|
11.10.
|
06:35 Uhr
|
arte
|
Personen
ZDF1 / 4
120 Metallfenster samt Außenjalousien aus einem Bürogebäude in Zürich finden ? statt auf der Deponie zu landen ? im Neubau des Metallbaubetriebs der Familie Keller eine neue Verwendung.
ZDF2 / 4
In einem Abbruchhaus in den Banlieues von Paris sucht Architektin Khadija Barkani vom Team Encore Heureux wiederverwendbare Bauteile für den Neubau der von ihr entworfenen monumentalen Kultur- und Begegnungsstätte.
ZDF3 / 4
Werner Grosse hat ein Bausystem entwickelt, bei dem Holzklötze ohne Mörtel mithilfe von Holzdübeln verbunden werden und sich am Ende des Gebäudezyklus vollständig demontieren und wiederverwenden lassen ? zu 100 Prozent zirkulär.
ZDF4 / 4
Architektin Marianne Meister mit dem Siegerentwurf für ein Mehrfamilienhaus in Basel ? gebaut mit wiederverwendeten Betonstützen aus dem rückgebauten Parkhaus Lysbüchel
Bauen im Kreislauf