Anzeige

Do, 03.09.
0110 – 0140

MDR

Schwarz Rot Blau - Was passiert in Sachsen-Anhalt?

Politik

Die Landtagswahl wirft ihre Schatten voraus. Während viele Beobachter auf den politischen Umbruch in Sachsen-Anhalt blicken, erzählt diese Reportage vom Leben auf dem Land - dort, wo auch Wahlen entschieden werden und politische Entwicklungen ganz konkret spürbar sind. Ausgangspunkt ist eine Tankstelle in Arendsee in der Altmark. Hier lebt und arbeitet die 24-jährige Unternehmerin Marie Landsberg. Sie hat den Familienbetrieb übernommen und sich bewusst für ein Leben in ihrer Heimat entschieden. Doch Bürokratie, hohe Kosten und eine vielerorts mangelhafte Infrastruktur prägen ihren Alltag. Ihr Vater Alfred, der diese Entwicklungen über Jahrzehnte verfolgt hat, blickt zunehmend ernüchtert auf die Politik. Auch der Landwirt Jacques Köpke steht unter Druck. Der 28-Jährige kämpft mit wirtschaftlichen Unsicherheiten und den Folgen von Ernteausfällen. Wiederholt hat er sich mit seinen Sorgen an politische Entscheidungsträger gewandt - ohne die erhofften Antworten zu erhalten. Das Gefühl, nicht gehört zu werden, teilt er mit vielen Menschen in der Region. Eine andere Perspektive vertritt Anne Buch. Die Grafikdesignerin engagiert sich für demokratische Teilhabe und die Interessen junger Menschen in der Altmark. Sie setzt auf Dialog statt Polarisierung und möchte dazu beitragen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in politisch aufgeheizten Zeiten erhalten bleibt. Doch immer mehr ihrer Mitstreiterinnen wollen weg aus Sachsen-Anhalt. Anne Buch will bleiben. Zwischen Unzufriedenheit, Veränderungswünschen und demokratischem Engagement begleitet die Reportage Menschen, die stellvertretend für viele andere stehen. Ein vielschichtiges Porträt eines Bundeslandes auf der Suche nach seinem politischen und gesellschaftlichen Kurs.

Personen

Von Christin Simon, Benjamin Arnold