Infomagazin, Deutschland 2025
1963 entdeckte der Astronom Maarten Schmidt den Quasar 3C273, ein winziges, aber unvorstellbar helles Objekt, das eine ganze Galaxie um sich herumschleudert. In seinem Zentrum: ein supermassives Schwarzes Loch, das als größte Energiequelle des Universums gilt.
"Wir reden hier über die allergrößte Energiequelle, die wir kennen. Könnten wir ein kleines Schwarzes Loch erzeugen und isolieren, würde es die Erde für 150 Millionen Jahre mit Strom versorgen", sagt Dr. Sarah Bosman, Kosmologin am Max-Planck-Institut für Astronomie.
Klingt fantastisch und abwegig zugleich, trotzdem, wie realistisch ist diese Vision? Seit über 50 Jahren gibt es Theorien, wie man Schwarze Löcher anzapfen könnte: durch Abbremsung ihrer Rotation, die Nutzung der Hitze ihrer Plasmascheiben oder das Abfangen ihrer gewaltigen Energiesäulen. Klingt nach Science-Fiction; doch vor knapp 100 Jahren galt auch die Kernspaltung als unmöglich.
Doch was, wenn die Menschheit dieser Energiequelle gefährlich nahe kommt? Im Frühjahr 2025 sorgten Schlagzeilen wie "Physiker erzeugt Schwarze-Loch-Bombe" für Aufsehen. Steht sie kurz davor, das größte - und riskanteste - Energiepotenzial des Universums zu entfesseln?
In "42" wird diesen Fragen nachgegangen: mit spannenden Expert*nnen und einer Prise Humor. Denn Wissenschaft ist nicht nur faszinierend - sie kann auch Spaß machen!
| Redaktion | Meike Neumann | |