Tragikomödie, Deutschland / SERBIEN / Kroatien 2021
Serbien 1993, noch während des Krieges: Stojan ist ein unbescholtener Mann, fürsorglicher Familienvater und Kommunist. Der Kurzschluss einer Glühbirne bringt ihm unverhoffte Erleuchtung: Ein Heiligenschein ziert plötzlich Stojans Haupt! Er wird zur Attraktion der Nachbarschaft, was das beschauliche Leben seiner Familie auf den Kopf stellt. Bald ist Stojans dominante Frau Nada von dem Trubel genervt. Das Ding soll weg, und eine Mütze ist keine Dauerlösung. Nachdem auch gründliches Haarewaschen nichts bringt, wird Stojan mit Hilfe eines korrupten Geistlichen zur Sünde verdonnert: ein bisschen Völlerei hier, ein wenig Ehebruch dort. Doch der Heiligenschein bleibt. Stojan arbeitet sich durch alle Todsünden - und findet schließlich Gefallen an der Grausamkeit. Aber nicht nur er. Je herzloser Stojan seinen Vorteil ausnutzt, umso bereitwilliger wird er von den Nachbarn als moralische Instanz akzeptiert. Es stellt sich heraus: Der schöne Schein überstrahlt auch noch den schlimmsten Frevel.
Zwei weitere Kapitel des Films springen in die Jahre 2001 und 2026: Auch dort geschehen Wunder, und am Ende ist Stojan zum Staatschef und Despoten geworden ... - Eine satirische Parabel auf den Turbokapitalismus nach dem Zusammenbruch der politischen Blöcke in Ex-Jugoslawien.
Originaltitel: Nebesa
| Besetzung | Goran Navojec | Stojan |
| Ksenija Marinkovic | Nada | |
| Bojan Navojec | Gojko | |
| Milos Samolov | Atanasije | |
| Natasa Markovic | Julija | |
| Sana Kostic | junge Julija | |
| Nela Mihajlovic | Borka | |
| Radoslav Milenkovic | Smrda | |
| Srdjan Todorovic | Professor Mikrob | |
| Mira Djurdjevic | Borislava | |
| Maja Lukic | Lena | |
| Regie | Srdjan Dragojevic | |
| Drehbuch | Srdjan Dragojevic | |
| Kamera | Dusan Joksimovic | |
| Musik | Igor Perovic | |
| Produzent | Biljana Prvanovic, Srdjan Dragojevic | |
| Andere Personen | Autoren: , Schnitt: Petar Markovic | |
Der 1963 geborene Srdjan Dragojevic schloss zunächst ein Psychologiestudium ab, bevor er 1987 ein Regiestudium an der Belgrader Universität der Künste aufnahm. Auch hatte er bereits erfolgreich Gedichte veröffentlicht, als ab Anfang der 1990er Jahre seine ersten Filme herauskamen. Unter anderem mit "Die Parade" gewann er zahlreiche Preise, allein auf der Berlinale 2012 den Panorama-Publikumspreis, den Preis der Ökumenischen Jury und den Leserpreis der Zeitschrift "Siegessäule".