Drama, Spanien 2024
Spanien, Ende der 1990er Jahre: Erst 24-jährig wird Nevenka Fernández Finanzstadträtin im Rathaus von Ponferrada. Jung, ehrgeizig und neu in der Politik, findet sie bei ihrem Chef, dem einflussreichen Bürgermeister Ismael Álvarez, zunächst Unterstützung. Doch seine Aufmerksamkeit nimmt zunehmend übergriffige Züge an. Aus Nähe wird Kontrolle, aus beruflichem Druck eine Situation, der Nevenka kaum noch entkommen kann.
Als sie sich schließlich gegen Ismael stellt und ihn wegen sexueller Belästigung anzeigt, beginnt ein Kampf, der weit über den Gerichtssaal hinausgeht. In einer Zeit lange vor #MeToo wird nicht nur das Verhalten des Bürgermeisters öffentlich diskutiert - vor allem Nevenka selbst gerät ins Visier. Ihr Umfeld wendet sich von ihr ab, die Medien urteilen und eine ganze Stadt ergreift Partei.
Regisseurin Icíar Bollaín erzählt nach wahren Ereignissen von einer jungen Frau, die gegen einen mächtigen Politiker und die gesellschaftlichen Mechanismen, die er verkörpert, aufbegehrt. Ein eindringliches Drama über Machtmissbrauch, öffentliche Vorverurteilung und den hohen Preis, den es kosten kann, die eigene Stimme zu erheben.
Originaltitel: Soy Nevenka
| Besetzung | Mireia Oriol | Nevenka |
| Urko Olazabal | Ismael | |
| Lucas | ||
| Charo Velasco | ||
| Adolfo | ||
| Regie | ||
| Drehbuch | , Isa Campo | |
| Kamera | Gris Jordana | |
| Musik | Xavi Font | |
| Produzent | Koldo Zuazua, Juan Moreno, Guillermo Sempere | |
| Andere Personen | Autoren: , , Schnitt: Nacho Ruiz Capillas | |

Als die erst 24-jährige Nevenka Fernández (Mireia Oriol) im spanischen Ponferrada als Finanzstadträtin vereidigt wird, ahnt sie nicht, was ihr bevorsteht.
Nevenka Fernández hat spanische Rechtsgeschichte geschrieben: Sie erwirkte als erste Frau des Landes die Verurteilung eines einflussreichen Politikers wegen sexueller Belästigung. Mehr als zwei Jahrzehnte später bringt Icíar Bollaín ihren Fall auf die Leinwand. "Der Fall Nevenka" feierte 2024 Premiere beim Internationalen Filmfestival von San Sebastián. Der Film wurde 2025 vierfach bei den spanischen "Premios Goya" nominiert, unter anderem für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Kamera und den besten Hauptdarsteller Urko Olazabal in der Rolle des Bürgermeisters.