Natur und Umwelt, Deutschland 2022
Weltweit werden Wege erprobt, wie wir den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre senken können. Die Dokumentation zeigt innovative Methoden und lässt sie von drei führenden Köpfen der Klimaforschung bewerten. Da ist zum einen das Ausbringen von Gesteinsmehl auf unsere Äcker, das gerade in Bayern getestet wird. Bindet der natürliche Prozess der Verwitterung das CO2 tatsächlich langfristig? Können riesige Filteranlagen, wie sie in Island entstehen, genügend Kohlendioxid aus der Luft holen? Oder ist das Aufforsten von Wäldern, wie etwa den Mangrovenwäldern in Bangladesch, der Schlüssel zur Begrenzung der Erderwärmung?
Jede dieser Methoden bietet Vorteile, keine ist ohne Stolperstein. Welche aber sind vielversprechend, welche noch zu vage? Drei Klimaforschende bewerten die Methoden für uns: Prof. Jan Minx vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, die US-Amerikanerin Prof. Jennifer Wilcox, Staatssekretärin für CO2-Management im US-Energieministerium, und Prof. Julia Pongratz, Geowissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Sind es Produkte aus Algen, klimafreundlich hergestellt, die uns den entscheidenden Schritt nach vorne bringen? Oder kann besonders CO2-haltige Pflanzenkohle in der Bauindustrie den Klimakiller Zement ersetzen? "Kühlung für die Erde" ist eine Bestandsaufnahme der Möglichkeiten, welche der Menschheit zur Verfügung stehen, um die Erderwärmung zu begrenzen. Sie zeigt deutlich auf, wie dringend der Handlungsbedarf ist - und sie macht Hoffnung: Noch können wir es schaffen.
| Regie | Marvin Entholt | |