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Fr, 28.08.
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BRF

Rosemaries Baby

Horrorfilm, USA 1968

Das junge Ehepaar Rosemary und Guy Woodhouse zieht in eine geräumige Wohnung im siebten Stock des Bramford House am Central Park West. Obwohl ihr Freund Hutch ihnen berichtet, das Haus sei in der Vergangenheit Schauplatz mysteriöser Todesfälle gewesen, beschließen die beiden, die Wohnung zu nehmen. Bald lernen sie ihre Nachbarn kennen: das ältere Ehepaar Minnie und Roman Castevet, das sich auffallend euphorisch den Woodhouses zuwendet. Als Rosemary schwanger wird, nehmen die Castevets immer stärker Einfluss auf ihr Leben - sie empfehlen einen anderen Arzt, verändern ihre Medikation, mischen sich in die Familienplanung ein. Rosemary fühlt sich zunehmend unwohl, leidet unter Schmerzen und wiederkehrenden Albträumen. Zwischen körperlicher Erschöpfung und wachsendem Misstrauen beginnt sie zu zweifeln: Sind es die Komplikationen einer schwierigen Schwangerschaft, oder steckt hinter der Fürsorge der Nachbarn etwas weitaus Finstereres? Polanski verzichtet bewusst auf Schockeffekte und setzt stattdessen auf Atmosphäre, Andeutung und die langsame Verunsicherung der Wahrnehmung. Die Wohnung der Woodhouses verwandelt sich allmählich von einem Zuhause in ein klaustrophobisches Gefängnis, in dem jedes Geräusch und jede Geste ein versteckter Hinweis sein könnte.

Originaltitel: Rosemary's Baby

Personen

Besetzung Mia Farrow Rosemary Woodhouse
John Cassavetes Guy Woodhouse
Ruth Gordon Minnie Castevet
Sidney Blackmer Roman Castevet
Maurice Evans Hutch
Ralph Bellamy Dr. Sapirstein
Angela Dorian Terry
Patsy Kelly Laura-Louise
Elisha Cook Jr. Mr. Nicklas
Regie Roman Polanski
Andere Personen Kontakt: Harald Steinwender

Hintergrund

"Rosemaries Baby" von 1968 zählt zu den Meisterwerken des filmgeschichtlich bedeutenden, aber biografisch umstrittenen Roman Polanski. Der spätere Oscar-Preisträger führt mit Mia Farrow als Titelfigur in Abgründe von Dominanz, Unterdrückung und Paranoia. Die subtile Kameraführung erzeugt - wie bereits in Polanskis noch in Europa entstandenem Klassiker "Ekel" - durch Perspektive und Andeutung eine Atmosphäre des Unheimlichen. Als ebenso manipulative wie exaltierte Nachbarin gewann Ruth Gordon - zuvor dreimal als Drehbuchautorin für den Academy Award nominiert - den Oscar sowie ihren zweiten Golden Globe für die beste Nebenrolle. John Cassavetes, Pionier des US-Independentfilms, brilliert in der Rolle von Rosemaries Ehemann, der einen teuflischen Pakt schließt.