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Fr, 04.09.
0055 – 0255

arte

Pelikanblut

Drama, Deutschland 2019

Wiebke betreibt seit einigen Jahren einen Pferdehof, auf dem sie zusammen mit ihrer neunjährigen Adoptivtochter Nicolina lebt. Als Wiebke nach langem Warten auch die fünfjährige Raya aus Bulgarien adoptieren darf, scheint das Familienglück vollkommen. Bald zeigt Raya jedoch besorgniserregende Verhaltensweisen. Aufgrund eines frühen Bindungstraumas empfindet sie weder Angst noch Empathie. Erst jetzt erfährt Wiebke von Rayas traumatischer Vergangenheit und gescheiterten früheren Adoptionen. Ein Psychologe rät, Rayas einzige Chance sei die Aufnahme in eine Spezialklinik. Doch Wiebke ist überzeugt, nur die Selbstaufopferung einer liebenden Mutter könne das Mädchen retten. Wiebke will Raya die Kindheit geben, die ihr bisher verwehrt blieb, doch ihre Hingabe geht auf Kosten von Nicolina, die immer weniger Beachtung findet. Unbeirrt sucht Wiebke weiter nach Wegen, um Raya zu helfen, und greift zu extremen Maßnahmen ...

Personen

Besetzung Nina Hoss Wiebke
Katerina Lipovska Raya
Adelia-Constance Ocleppo Nicolina
Murathan Muslu Benedict
Regie Katrin Gebbe
Drehbuch Katrin Gebbe
Kamera
Musik Johannes Lehniger, Sebastian Damerius
Kostueme Stefanie Bieker, Kristina Tomova
Redaktion Katharina Dufner, Isabelle Amann
Produzent
Szenenbild Szenenbild: Silke Fischer, Anna Boyanova
Andere Personen Schnitt: Heike Gnida, Bauten: Silke Fischer, Anna Boyanova

Hintergrund

Der Titel des Films bezieht sich auf eine antike Legende, nach der eine Pelikanmutter sich die Brust aufreißt, um ihre toten Jungen mit ihrem Blut wieder zum Leben zu erwecken. Nach ihrem preisgekrönten Debüt "Tore tanzt" (2013) feierte Katrin Gebbe mit ihrem zweiten Spielfilm "Pelikanblut" (2019) Premiere in Venedig bei den Internationalen Filmfestspielen. Getragen wird der Film von Nina Hoss ("Die weiße Massai", 2005; "Barbara", 2011; "Phoenix", 2014), die für ihre Hauptrolle unter anderem 2020 den Günter-Rohrbach-Filmpreis erhielt.